Bootflüchtlinge: Lösung auf Europa- und Bundesebene

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Michael Beck
Michael Beck (Foto: iw)
Redaktionsleiter

Mehrere Städte in Baden-Württemberg werben um die Aufnahme von Bootsflüchtlingen aus Afrika, darunter etwa Freiburg, Stuttgart oder Ulm. Unser Redakteur Christian Gerards wollte daher von Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck (Foto: Stadt)wissen, ob es eine solche Initiative auch von der Stadt Tuttlingen gibt.

Oberbürgermeister Beck, gibt es bei der Stadt ähnliche Überlegungen, Bootsflüchtlinge aufzunehmen?

In Tuttlingen leben mehr als 600 Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus ihrer Heimat geflohen sind und hier Aufnahme gefunden haben. Die Bereitschaft der Stadt und ihrer Bürger, den geflohenen Familien und Menschen Schutz und Aufnahme zu bieten, war von Beginn an überaus groß und spiegelt sich an der Anzahl der hier lebenden Menschen deutlich wieder. Auch in Zukunft wird die Stadt Tuttlingen ihren Anteil an Unterstützung für geflohenen Menschen tragen. Ich begrüße deshalb die Initiative der verschiedenen Städte, die dieses Signal angesichts der schwierigen Lage im Mittelmeer geben. Für sinnvoll halte ich allerdings auch, dass eine eventuelle Aufnahme nicht dem Zufall überlassen bleibt, sondern gut organisiert und strukturiert durchgeführt werden kann. Eine mögliche Lösung sollte im Rahmen der europäischen Ebene und auch auf Bundesebene miteinander vereinbart und klar geregelt werden.

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