Blitzer im Kreis ermitteln weniger Tempo-Verstöße

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 Der Blitzer in Rietheim-Weilheim erfasste im Jahr 2018 weniger Temposünder. Insgesamt waren die Zahlen im Landkreis rückläufig.
Der Blitzer in Rietheim-Weilheim erfasste im Jahr 2018 weniger Temposünder. Insgesamt waren die Zahlen im Landkreis rückläufig. (Foto: Alexandra Schneid)
Redaktionsleiter

Die Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Straßen im Landkreis Tuttlingen sind zurückgegangen. Das hat die Kreisverwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt bekanntgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr waren es an den 81 Messstellen gut 1400 Überschreitungen weniger. Bei den Werten sind die Stadt Tuttlingen und der Verwaltungsraum Spaichingen nicht berücksichtigt.

„Die Ergebnisse sind wenig spektakulär. Wir haben aber gemerkt, dass man ohne Überwachung nicht auskommt“, meinte Erster Landesbeamte Stefan Helbig, der die Zahlen präsentierte. An 144 Tagen (2017: 148) wurden 240 694 Kraftfahrzeuge (263 383) gemessen. Mit einem Verwarngeld kamen 8388 (9699) Fahrer davon. In 657 Fällen (760) wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In 53 (45) Fällen musste der zu schnelle Fahrer sein Auto sogar eine Zeitlang stehen lassen.

Über die sieben stationären Blitzer legte die Kreisverwaltung gesonderte Zahlen vor. Über die Ergebnisse in Immendingen/Zimmern und Aulfingen hatten wir bereits berichtet.

Rietheim-Weilheim

Die Geschwindigkeitsmessanlage in Rietheim-Weilheim war vergangenes Jahr an 79 (93) Tagen im Einsatz. Von rund 253 000 Fahrzeugen waren 230 zu schnell unterwegs. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es 241 von rund 316 000 Fahrzeugen. Insgesamt 229 (238) Verkehrsteilnehmer bekamen ein Verwarnungsgeld. Gegen einen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, 2017 waren es drei.

Neuhausen ob Eck

Der Blitzer in Neuhausen ob Eck war vergangenes Jahr an 128 (163) Tagen im Einsatz. Von mehr als 186 000 gemessenen Fahrzeugen waren 347 zu schnell. Im Jahr 2017 fuhren 372 von rund 155 000 gemessenen Fahrzeugen zu schnell. Vergangenes Jahr bekamen 343 (366) Verkehrsteilnehmer ein Verwarnungsgeld. Gegen vier wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, 2017 waren es sechs.

Schura

Die Quote der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit war wie 2017 mit 0,14 Prozent gleich. An 271 (267) Tagen wurden 676 439 (483 724) Fahrzeuge überprüft. Dabei gab es 917 (705) Geschwindigkeitsüberschreitungen. In 917 (695 Fällen) kassierten die Fahrer ein Verwarngeld. Bei acht (zehn) Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Deilingen

Ein Fahrverbot musste nach einer Geschwindigkeitsübertretung verhängt werden. Die Zahl der Bußgeldverfahren ging von elf auf zwei Fälle zurück. An 74 (206) Tagen – die Messsäule fiel wegen einer Beschädigung gut sechseinhalb Monate aus – wurden 151 381 (417 429) Fahrzeuge kontrolliert.

Wehingen

Deutlicher häufiger als im Vorjahr war die Anlage in Wehingen mit 198 (99) Tagen im Einsatz. Es wurden 533 900 (296 128) Fahrzeuge kontrolliert. Die Zahl der Tempo-Beanstandungen gingen deutlich zurück. Es gab 757 (1130) Verstöße. In allen Fällen wurde ein Verwarngeld ausgesprochen. Ein Bußgeldverfahren mussten sechs (26) Fahrer akzeptieren. In einem Fall gab es ein Fahrverbot.

Thomas Leibinger von den Freien Wählern meinte, dass alle, die erwischt worden sind, auch zu schnell gefahren seien. „Innerorts gilt 50, und es blitzt nur, wenn man zu schnell ist. Punkt.“ Er reagierte damit auf Leopold Grimm (FDP), der die Messungen kritisiert hatte. Wenn es ein Unfallschwerpunkt sei, wäre er dabei, dass gemessen werde. Ansonsten sei das Blitzen Abzocke. Gegen diesen Eindruck verwahrte sich Landrat Stefan Bär. „Die Anlagen stehen dort, wo sie von den Gemeinden angefordert worden sind. Die Straßenverkehrsordnung ist aber für alle gleich. Eine Abzocke müssten sie vor Ort diskutieren. Wir sind nur Ausführungsorgan.“

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