Baupläne für Pflegeheim kommen voran

Lesedauer: 5 Min

So soll der Anbau, rechts im Bild, am Elias-Schrenk-Haus, aussehen. Links ist das Hauptgebäude mit dem aktuellen Haupteingang z
So soll der Anbau, rechts im Bild, am Elias-Schrenk-Haus, aussehen. Links ist das Hauptgebäude mit dem aktuellen Haupteingang zu sehen. Die Verbindung zum Nebengebäude soll mit dem Neubau enger sein. (Foto: Grafik: Stadt Tuttlingen)

Die Pläne für den Um- und Neubau des Seniorenpflegeheims Elias-Schrenk-Hauses werden immer konkreter: Am Donnerstag berät der Technische Ausschuss des Tuttlinger Gemeinderats über eine Bebauungsplanänderung. Zur Diskussion steht ein viergeschossiger Neubau, der das bestehende Nebengebäude ersetzen soll.

Dass das Elias-Schrenk-Haus in der Tuttlinger Nordstadt investieren muss, liegt an der Landesheimbauverordnung. Sie gilt – nach einer zehnjährigen Übergangszeit – eigentlich seit dem 1. September. Das Tuttlinger Pflegeheim kann mit einer Verlängerung der Übergangsfrist rechnen. Spätestens 2024 muss es die Vorschriften aber einhalten: Demnach soll es künftig in Pflegeheimen keine Doppelzimmer mehr geben. Einzelzimmer müssen mindestens 16 Quadratmeter groß sein und über ein eigenes Bad verfügen.

97 Pflegeplätze sollen bleiben

Das Elias-Schrenk-Haus wurde 1972 bis 1974 gebaut, generalsaniert in den 1990er-Jahren. Aktuell verfügt es über 97 Pflegeplätze, 63 in Einbett- und 17 in Doppelzimmern. Geplant ist nun, das zweigeschossige Nebengebäude des Heims abzureißen und an selber Stelle neu zu bauen – allerdings mit vier Geschossen. Das sei nötig, „um die Platzzahl am bestehenden Standort halten zu können“, heißt es in der Vorlage für den Technischen Ausschuss. Geht alles nach Plan, „haben wir danach sicher nicht weniger Plätze“, sagt Gebhard Quass, Leiter der Einrichtung.

Für den Neubau ist nun die Bebauungsplanänderung notwendig. Unter anderem müsste der Trägerverein des Pflegeheim, der Evangelische Verein für Altenhilfe, dafür noch ein Wege-Grundstück von der Stadt erwerben. Aktuell führt ein Weg zwischen Haupt- und Nebengebäude durch. Die neuen Pläne sehen vor, die Gebäude enger zu verbinden.

Wann Baubeginn sein könnte, wagt Quass noch nicht zu benennen. „Dieses Jahr auf jeden Fall nicht mehr“, ist für ihn klar. Danach komme es darauf an, „wie wir Handwerker kriegen“. Als Bauzeit veranschlagt er um die eineinhalb Jahre.

Sanierung im Haupthaus

Mit dem Neubau ist es aber nicht getan. Auch das Hauptgebäude muss im Bestand saniert werden, aus den Doppelzimmern sollen Einzelzimmer werden. „Wir sind noch dran, ob es da Ausnahmen geben darf, zum Beispiel wenn es der explizite Wunsch eines Ehepaars ist, ein Zimmer gemeinsam zu bewohnen“, erklärt Quass. Noch bremst er aber: „Es geht jetzt erstmal um den Neubau, das ist Schritt eins. Dann kommt Schritt zwei.“ Irgendwo dazwischen dürfte die Planung für die Bauphase angesiedelt sein. Wo die Bewohner vorübergehend unterkommen, sei noch nicht klar, sagt Quass. „Es laufen Gespräche, wir werden da eine gute Lösung finden.“

Insgesamt sind zehn Millionen Euro für alle Baumaßnahmen – Nebau und Sanierung – veranschlagt. Die Finanzierung stehe soweit, sagt Quass. „Wir sind gut vorbereitet.“

Im weiteren Verfahren hofft er nun auf zügige Bearbeitung durch die Stadtverwaltung. Tatsächlich schlägt man dort ein beschleunigtes Verfahren vor, allerdings nicht ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung. Schließlich geht es auch um die Ansprüche von Nachbarn – der Neubau soll ein gutes Stück höher werden als sein Vorgänger.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen