Bauarbeiten für Klinikanbau beginnen

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Markieren mit dem offiziellen Spatenstich den Auftakt der Bauarbeiten (von links): Landrat Stefan Bär, Klinik-Geschäftsführer Sa
Markieren mit dem offiziellen Spatenstich den Auftakt der Bauarbeiten (von links): Landrat Stefan Bär, Klinik-Geschäftsführer Sascha Sartor, Sozialminister Manfred Lucha und Architekt Günter Hermann. (Foto: Fotos: Anja Schuster)

Spatenstich am Klinikum Landkreis Tuttlingen: Am Mittwochnachmittag wurde offiziell der Baubeginn der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen am Bettenhaus C gefeiert. Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen) kam dazu nicht mit leeren Händen: Er hatte einen Förderbescheid in Höhe von 9,25 Millionen Euro dabei.

Mit den Umbau- und Erweiterungsbaumaßnahmen am Bettenhaus C soll das Tuttlinger Klinikum moderner werden. Es ist ein Baustein in einer langen Reihe von Investitionen. Für die aktuelle Sanierung nimmt der Kreis, der Träger des Klinikums ist, rund 22 Millionen Euro in die Hand. Die Bauzeit beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit werden die Patienten in einer mobilen Bettenstation versorgt, wie Klinik-Geschäftsführer Sascha Sartor sagte. Doch darunter dürfe man sich keineswegs einen „Behelfscontainer“ vorstellen. Die Patienten würden auch in der Übergangszeit gut versorgt werden. „Baulärm war früher Krach heute ist es Zukunftsmusik“, sagte er.

Durch die Baumaßnahmen sollen neun neue Patientenzimmer geschaffen werden, aber auch „Schwesternstützpunkte“ mit allen notwendigen Räumlichkeiten. Sie sollen moderner, heller, freundlicher werden. Für Lucha ist das, neben einer „optimalen medizinischen Versorgung“, ein „nicht zu unterschätzender Faktor bei der Wahl eines Krankenhauses“. Der Patient müsse sich „auch subjektiv wohlfühlen“. Ihm sei es generell ein großes Anliegen, die Versorgungsqualität an den Kliniken im Land auf hohem Niveau zu halten. Dafür stelle das Land den Krankenhäusern im Land in diesem Jahr Investitionsmittel in Höhe von insgesamt 525,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Schwarze Null ist das Ziel

Landrat Stefan Bär sprach davon, dass die Krankenhauslandschaft im Umbruch sei. Nichtsdestotrotz sei er der Meinung, dass Gesundheit nicht nur ein hohes, sondern vor allem ein öffentliches Gut sei. Dementsprechend sei auch die öffentliche Hand dafür zuständig. Aber natürlich müsse man sich anstrengen, um generell bestehen zu können und vor allem, um gegenübern privaten Anbietern konkurrenzfähig zu bleiben.

Das Ziel sei nach wie vor die Schwarze Null zu erreichen. Das sei zwar bislang noch nicht gelungen, doch man bewege sich beim Defizit in einer Größenordnung, die der Kreistag akzeptiere. Zumal es nur die Hälfte dessen sei, was man für den ÖPNV ausgebe.

Um Geld ging es unter anderem auch schon ein paar Stunden früher, als Lucha mit Vertretern der freien Träger im Landkreis und Vertretern der Kreistags-Fraktionen im Landratsamt zusammensaß und über das Thema „Inklusives Amt für Familie, Kinder und Jugend“ sprach. In diesem Zusammenhang hatte er nämlich für Marianne Thoma von der Fachstelle für Pflege und Senioren ebenfalls einen Förderbescheid dabei, und zwar in Höhe von rund 110000 Euro für das Projekt „Erwachsenenschutz im Landkreis Tuttlingen – Entwicklung und Umsetzung des Konzepts im Sinne der Caring Community“. Das auf drei Jahre angelegte Projekt zielt auf auf den Schutz pflegebedürftiger Menschen vor Gewalt und Missbrauch in der häuslichen Umgebung. „Unser Ziel ist es, dass Menschen auch unter erschwerten Bedingungen – unterstützt von Familie, Nachbarschaft und pflegeprofessionellen sowie staatlichen Stellen – ein gutes Leben führen können“, so der Minister. Dazu leiste das Tuttlinger Konzept „Pflegende Gemeinde“ einen wertvollen Beitrag.

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