Bürgerinitiative fordert eine Erdgastankstelle für Tuttlingen

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Initiative für Erdgas: Bürger setzen sich für eine Tankstelle ein
Initiative für Erdgas: Bürger setzen sich für eine Tankstelle ein (Foto: sbh)

Weil der Betrieb der einzigen Erdgaszapfsäule im Landkreis eingestellt worden ist, hat sich nun die Bürgerinitiative Erdgasfreunde Tuttlingen gegründet. Das Ziel: Bis zum Ende des Jahres soll es in Tuttlingen wieder die Möglichkeit geben Erdgas, zu tanken.

Aktuell schauen Autofahrer mit einem Erdgastank in die Röhre. Denn: Im Landkreis Tuttlingen gibt es keine Zapfsäule für CNG (Compressed Natural Gas). Der Betreiber der letzten Säule an der Aral-Tankstelle, Eon Gas Mobil, hat die Säule dauerhaft geschlossen (wir haben berichtet). Doch damit wollen sich Erdgasfahrer aus dem Kreis nicht abfinden.

Erstes Treffen hat bereits stattgefunden

Sie haben sich nun zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen und wollen erreichen, dass es in Zukunft wieder eine Möglichkeit zum Gastanken in Tuttlingen gibt. Am Dienstag gab es ein erstes Treffen der Initiative Erdgasfreunde Tuttlingen. Zehn Autofahrer nahmen daran teil, deutlich mehr hätten ihr Interesse bekundet, so Bernd-Joachim Metzger, der den Stein mit einem Leserbrief ins Rollen gebracht hatte. „Wenn man 26 Kilometer fahren muss, um für 300 Kilometer zu tanken, ist das ein miserables Verhältnis“. Denn die nächste Möglichkeit CNG zu tanken, ist in Engen. Doch nicht nur die Entfernung zur nächsten Tankstelle stört die Mitglieder der Initiative. Sondern auch, dass eine laut den Teilnehmern deutlich ökologischere Antriebsform im Landkreis kaum gefördert wird.

Kosten für die Instandsetzung: rund 50 000 Euro

Gespräche mit der Betreiberfirma Eon Gas habe Metzger bereits geführt. Das Ergebnis: eine Reparatur der Zapfsäule würde rund 50 000 Euro kosten und die Säule werde sehr bald endgültig abgebaut, wenn sich kein anderer Betreiber findet. Die Initiative sieht dabei vor allem die Politik in der Verantwortung. Deshalb wollen die Mitglieder nun einen Brief an die Stadtverwaltung und den Landkreis versenden, damit diese sich der Sache annehmen. Darüber hinaus wollen die Beteiligten für den Erdgasantrieb werben und Unternehmen und Privatnutzer von den Vorteilen von CNG überzeugen.

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