Ausstellung zeigt eindringliche Aufnahmen aus Bangladesh

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 Eindringliche Fotografien aus Bangladesh werden derzeit im Tuttlinger Rathaus gezeigt.
Eindringliche Fotografien aus Bangladesh werden derzeit im Tuttlinger Rathaus gezeigt. (Foto: Taslima Akhter)
Schwäbische Zeitung

Bilder der Fotografin Taslima Akhter sind noch bis 16. Mai im Rathausfoyer zu sehen. Sie erzählen von den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesh. „Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, was unser Konsum anderswo auf der Welt anrichtet“, sagt Maria Gießmann von der Stiftung Enwicklungszusammenarbeit (SEZ). Die Ausstellung ist Auftakt zur diesjährigen Aktion „Fair statt Flucht“, so eine Pressemitteilung der Stadt.

Das Bild schockiert: Es zeigt zwei Menschen, die sich im Tode noch umarmen. Und ums Leben kamen sie, als im April 2013 die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh einstürzte. 1135 Menschen verloren ihr Leben. Fotografiert wurde das Paar von Taslima Akhter, das Bild ging um die Welt. Wie kein anderes symbolisiere es „die mörderischen Konsequenzen einer Geschäftspolitik, die nur auf den Preis setzt“. Die Fotoausstellung im Rathaus zeigt Bilder, die Akhter nach der Katastrophe von Rana Plaza machte. Vor allem ging es ihr darum, die Lebensverhältnisse der Menschen darzustellen, die Kleidung für die ganze Welt herstellen, so die Mitteilung. Es sind eindringliche, oft düstere Bilder aus Räumen, in die nur wenig Licht dringt – und die dennoch Wohn- und Arbeitsort von Millionen sind. Zusammengestellt wurde die Ausstellung „The Life and Struggle of Garment Workers“ von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) im Rahmen des Projekts „Fair Fashion“.

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