Atemberaubende Aufholjagd

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 Die HSG Rietheim-Weilheim (blaue Trikots) gab sich in Dettingen/Erms nicht geschlagen und erkämpfte sich mit einem starken Sch
Die HSG Rietheim-Weilheim (blaue Trikots) gab sich in Dettingen/Erms nicht geschlagen und erkämpfte sich mit einem starken Schlussspurt noch den ersten Punkt in der Saison. (Foto: Archiv: hkb)
Rouven Spindler

Die überregional spielenden Handballteams aus dem Landkreis blicken positiv auf den vergangenen Spieltag zurück. Trotz knapper Niederlagen waren die Trainer von Männer-Württembergligist HSG Fridingen/Mühlheim und Frauen-Landesligist HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen mit der Leistung zufrieden. Den Handballern der HSG Rietheim/Weilheim glückte beim 30:30 (17:11) beim TSV Dettingen/Erms der erste Punktgewinn der Spielzeit. Der TV Aixheim war in der Männer-Landesliga bereits am Freitag bei der HSG Rottweil im Einsatz.

Württembergliga Männer

VfL Waiblingen – HSG Fridingen/Mühlheim 29:28 (15:12). Erstmals musste sich die Donautal-HSG in dieser Saison geschlagen geben. In den ersten 15 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. „Ediz Parlak hat bis dahin phantastisch gespielt und überragende Tore erzielt. Danach musste er mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Das hat uns in der Folgezeit Kraft gekostet“, bilanzierte HSG-Trainer Mike Novakovic die Anfangsphase.

Nach dem Zwischenstand von 8:8 (17.) zog Waiblingen bis zur Pause davon. Danach kämpften sich die Gäste heran und glichen beim 22:22 (47.) aus. „In der Schlussphase gehen wir sogar in Führung. Wir haben uns dann aber tollpatschig und ungeduldig angestellt, anstatt ein Unentschieden mitzunehmen“, sagt der Coach, dessen Team in letzter Sekunde das 28:29 kassierte. Trotz der Niederlage war Novakovic durch den Auftritt milde gestimmt: „Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, sie hat super gekämpft und ist ans Maximum gegangen.“ Tore: Daniel Hipp (6), Florian Fritz (6/3), Louis Schick, Björn Efinger (beide 4), Fabian Hipp (3), Ediz Parlak (2), Joscha Slongo (2/1), Moritz Rabus (1).

Landesliga Männer

TSV Dettingen/Erms – HSG Rietheim/Weilheim 30:30 (17:11). Die HSG hat sich mit dem ersten Punktgewinn der Saison für eine kämpferisch starke Leistung belohnt. „Das ist ein gewonnener Punkt, der zeigt, dass die Moral und der Wille in der Mannschaft stimmen“, sagte Gunter Haffa. Der sportliche Leiter der HSG fehlte zwar beim Spiel, freute sich jedoch, dass das Team die zuvor schon gute Form bestätigen konnte. Im ersten Abschnitt kamen die Gäste noch kaum zum Zug. Beim 7:7 (13.) glich Rietheim-Weilheim das einzige Mal aus, lag ansonsten nur in Rückstand. Dieser wuchs bis zur 29. Minute bereits auf 16:10 an. Der Knackpunkt war möglicherweise die Disqualifikation von TSV-Leistungsträger Max Hartl. „Er ist ein wichtiger Spieler bei Dettingen/Erms, der dem TSV in der zweiten Halbzeit sicherlich sehr fehlte“, meinte Haffa. Dem Gastgeber gelang es, den Vorsprung nach dem Seitenwechsel noch auf 18:11 auszubauen. Dann kam die HSG von Trainer Dirk Salmen heran. Nach 51 Minuten betrug der Rückstand nur vier Tore. Im Anschluss gelang eine überragende Schlussphase von Rietheim-Weilheim. Die HSG erzielte durch Luca Martin und Neuzugang Till Oeschger (2) drei Tore innerhalb von 67 Sekunden und rettete damit das Remis. „Uns kommt das wöchentliche Athletiktraining mit Alexander Buschinski entgegen. Das funktioniert super. Zudem können wir ab Dienstag in der neuen Kreissporthalle in Tuttlingen trainieren“, freute sich Haffa. Tore: Till Oeschger (13/3), Thomas Aicher (6/3), Florian Wenzler, Stefan Hörcher (beide 4), Thorsten Haag, Luca Martin, Sebastian Schneck (alle 1).

Landesliga Frauen

HSG Hossingen-Meßstetten – HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen 21:18. Beim weiter unbesiegten Tabellenführer kassierte die HSG NTW die zweite Niederlage in Serie. „Wir hatten einen zusammengewürfelten Kader. Es waren Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, der Jugend und auch ehemalige Spielerinnen dabei“, sagte HSG-Trainerin Zeljana Pfeffer nach dem Spiel. Trotz der Niederlage war sie zufrieden mit dem Auftritt. Ihr Team habe alles versucht und eine kämpferische Leistung gezeigt.

Früh führte die HSG NTW 5:1. Dann entwickelte sich aus Pfeffers Sicht ein merkwürdiges Spiel, was auch mit der Schiedsrichter-Leistung zusammenhing. „Normalerweise schiebe ich die Schuld nie auf die Unparteiischen. Aber in diesem Spiel musste auch der gegnerische Trainer zugeben, dass es eine schwache Leistung war“, sagte die Gäste-Trainerin. Die entscheidende Szene war eine vermeintlich klare rote Karte für Meßstetten, als eine Spielerin bei einem Gäste-Konter von hinten schubste. „Diese Spielerin war für unseren Gegner wichtig und hat in der Schlussphase entscheidende Tore erzielt. Für uns war es so eine bittere Niederlage.“ Über den genauen Spielverlauf war am Wochenende nicht mehr in Erfahrung zu bringen.

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