Den TSV Ehningen im Griff? Stefan Rutschmann, der von einer Verletzung wieder genesen ist, und der ASV Nendingen wollen mit eine
Den TSV Ehningen im Griff? Stefan Rutschmann, der von einer Verletzung wieder genesen ist, und der ASV Nendingen wollen mit einem Erfolg gegen den TSV in die neue Oberliga-Saison starten. (Foto: Archiv: HKB)
Schwäbische Zeitung

Nach Monaten harter Vorbereitung startet der ASV Nendingen am Samstag (19.30 Uhr) beim TSV Ehningen in die neue Saison. Für die Donaustädter zählt zunächst nur der Klassenerhalt. „Alles darüber hinaus wäre bei nüchterner Betrachtung eine positive Leistung“, sagte Stefan Rutschmann.

Der Teamsprecher kehrt ebenso wie Baris Diksu nach langwierigen Verletzungen aus der vergangenen Saison in den Nendinger Oberliga-Kader wieder zurück. Nach der – auch wegen des Verletzungspechs – nicht zufriedenstellenden vergangenen Saison hat es beim ASV einige personelle Veränderungen gegeben. Kevin Mägerle hat seine Karriere studienbedingt zunächst beendet. Mit Peter Öhler hat ein Siegringer den Verein in Richtung TuS Adelhausen – zurück in die 1. Bundesliga – verlassen.

Temarbulatov, Polisciuc und Krol verstärken Nendingen

In Khamza Temarbulatov vom StTV Singen hat der ASV einen adäquaten Ersatz für Mägerle gefunden. Er ist für die Nendinger kein Unbekannter. In der Vergangenheit lieferte er sich nervenaufreibende Kämpfe mit dem ehemaligen Nendinger Talent Yunus Bakir. Einen gleichwertigen Ersatz für Öhler zu finden, war nicht möglich. Ivan Polisciuc, der in der vergangenen Saison für die Nendinger DRL-Mannschaft startete, soll die Lücke füllen und für Punkte der Oberliga-Mannschaft sorgen. Allerdings wird Polisciuc nicht in allen Kämpfen verfügbar sein.

Ein weiterer Neuzugang ist Tomasz Krol. Der Pole wohnt seit zwei Jahren in Tuttlingen und ist über seinen Sohn, der in der Jugendmannschaft des ASV ringt, zum Verein gestoßen. Krol ist ein technisch versierter Ringer, der in den Gewichtsklassen 75 bis 86 Kilogramm griechisch-römisch eingesetzt werden kann.

Die Neuzugänge verstärken die Kernmannschaft, die weiter aus den Leistungsträgern Tim Baur, Marc Buschle, Leon Gerstenberger, Maximilian Stumpe und Mihai Ozarenschi besteht. Mit Baris Diksu und Stefan Rutschmann sind weitere starke Athleten einsatzbereit, sodass die Nendinger einen ausgeglichenen, starken, aber auch dünn besetzten Kader zur Verfügung haben.

Leicht wird es für den ASV dennoch nicht werden. Einige Gegner haben sich deutlich verstärkt, was das Gesamtniveau der Oberliga Württemberg in der Saison 2018/19 auf eine neue Stufe hebt. Vor allem der dreimalige Vizemeister KG Baienfurt/Ravensburg will es scheinbar in diesem Jahr wissen. Den ohnehin guten Kader verstärkten die Oberschwaben gezielt in drei Gewichtsklassen. Mit Benedikt Rebholz und Kevin Henkel wurden sogar bundesligaerfahrene Ringer verpflichtet. Die Verstärkungen machen die Baienfurter zum unangefochtenen Favoriten.

Auch die Teams vom RSV Benningen und SV Ebersbach, die im vergangenen Jahr in der Tabelle noch punktgleich mit Nendingen in der unteren Tabellenhälfte lagen, haben an Qualität zugelegt. Benningen konnte ebenfalls zwei hochkarätige, ehemalige Bundesligaringer verpflichten. Während die KG Fachsenfeld/Dewangen bisher keine Neuzugänge vermeldet, hat sich die SG Weilimdorf Dara Nisi vom Oberligameister ASV Schorndorf als Neuzugang geangelt.

Die Aufsteiger Musberg und Fellbach sind nur schwer einzuschätzen, könnten sich dank konstant gut besetzter Gewichtsklassen ins Mittelfeld vorkämpfen. Der erste Nendinger Gegner aus Ehningen – im vergangenen Jahr noch Schlusslicht der Oberliga – hat sich mit einigen Sportlern gezielt und deutlich verstärkt, sodass in diesem Jahr die untere Tabellenhälfte gemieden werden kann.

Den Nendinger Ringern ist klar, dass nur mit einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung der Klassenerhalt gesichert werden kann.

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