ASV ist auch im Rückkampf chancenlos

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 Der ASV Nendingen war in den beiden Halbfinalkämpfen gegen Germania Weingarten unterlegen. Oleksandr Shyshman (unten) musste so
Der ASV Nendingen war in den beiden Halbfinalkämpfen gegen Germania Weingarten unterlegen. Oleksandr Shyshman (unten) musste sowohl im Hinkampf gegen Nikolz Kakhelashvili (Bild) als auch in Weingarten gegen Jan Fischer jeweils eine 0:2-Niederlage hinnehmen. (Foto: hkb)
Manuel Schust

Auch im Halbfinal-Rückkampf hat der ASV Nendingen in der Deutschen Ringerliga (DRL) eine klare 9:19-Niederlage bei Germania Weingarten kassiert. Nach dem deutlich verlorenen Hinkampf (8:21) waren die Chancen auf einen Finaleinzug ohnehin nur noch theoretischer Natur. Weingarten trifft nun im DRL-Finale auf den KSV Ispringen.

Bereits vor Kampfbeginn in der Mineralix-Arena in Weingarten sprach am Samstagabend wenig für einen hohen Sieg und den nur dadurch noch möglichen Finaleinzug des ASV. Da waren zum Einen der unter Normalbedingungen kaum aufzuholende 13-Punkte-Rückstand, die Heimstärke der Germanen und zum Anderen die erneuten Absagen einiger Nendinger Topringer. Aufgrund eines Turniers in Russland fehlte dem ASV mit Georgi Vangelov, Yabrail Hasanov, Sharif Sharifov, Zurabi Kobiashvili und Gadzhimurad Omarov ein Quintett von Siegringern. Auch die beiden im Hinkampf verletzten Ringer Valentin Lupu und Evgheni Nedealco konnten nicht eingesetzt werden.

Trotzdem trat der ASV in Weingarten mit einer nominell starken Mannschaft an und machte sich berechtige Hoffnungen darauf, die Saison zumindest mit einem Sieg abschließen zu können. Zunächst standen zwei kubanische Duelle auf dem Kampfplan. Doch bereits im Auftakt-Duell musste Yowlys Bonne Rodriguez (60 kg, F) eine Punktniederlage gegen seinen Landsmann Reineri Andreu hinnehmen. Anschließend verwies Mijain Lopez (130 kg, G) im zweiten Aufeinandertreffen der kubanischen Giganten Oscar Pino in einem recht unspektakulären Kampf erneut in die Schranken.

Weingartens dritter Kubaner, Luis Orta, machte dann mit Nendingens Sergej Baumann (63 kg, G) kurzen Prozess. Nach rekordverdächtigen 34 Sekunden stand ein Sieg durch technische Überlegenheit fest. Tarzan Maisuradze (97 kg, F) sorgte anschließend für den ersten deutlichen Sieg des ASV und verkürzte auf 6:5. Im letzten Kampf vor der Pause gelang es Andrej Perpelita (67 kg, F) nicht, die Angriffe von Weingartens Punktegarant Alejandro Valdes parieren zu können. Perpelita hatte in den vergangenen Kämpfen gegen Valdes gut ausgesehen, wurde aber vom Kubaner diesmal schnell überrascht und musste sich nach nicht mal zwei Minuten technisch unterlegen geschlagen geben.

Nachdem Weingartens Jan Fischer der Überraschungssieg über Oleksandr Shyshman (87 kg, G) gelang, Benjamin Raiser (72 kg, G) und Sarmat Tsarakhov (87 kg, F) in ihren Duellen deutlich unterlagen, stand die Niederlage im zweiten Halbfinalkampf fest. Die Siege von Roman Dermenji (77 kg, F) und Daniel Cataraga (77 kg, G) stellten nur noch Ergebniskosmetik dar.

ASV-Geschäftsführer Markus Scheu äußerte sich nach dem Kampf nicht nur über das Ausscheiden, sondern auch den Saisonabschluss in Weingarten enttäuscht: „Es gibt keine Entschuldigung dafür, zwei so deutliche Niederlagen zu kassieren. Auch wenn wir einige unserer Topringer nicht auf die Matte bekommen haben, müssen sich unsere Ersatzleute besser präsentieren.“

Die Kämpfe im Einzelnen, Nendingen zuerst genannt: 60 kg F: Yowlys Bonne Rodriguez – Reineri Anrdeu 0:2 (PN 4:8). – 130 kg G: Mijain Lopez Nunez – Oscar Pino 1:0 (PS 2:0). – 63 kg G: Serghei Baumann – Luis Orta 0:4 (TU 0:18). – 97 kg F: Tarzan Maisuradze – Etienne Wyrich 4:0 (TÜ 15:0). – 67 kg F: Andrej Perpelita – Alejandro Valdes 0:4 (TU 0:16). – 87 kg G: Oleksandr Shyshman – Jan Fischer 0:2 (PN 0:6) – 72 kg G: Benjamin Raiser – Adam Kurak 0:4 (TU 0:15). – 87 kg F: Sarmat Tsarakhov – Khalil Aminov 0:3 (PN 0:11). – 77 kg F: Roman Dermenji – Mateusz Kampik 3:0 (PS 21:12). – 77 kg F: Daniel Cataraga – Adam Juretzko 1:0 (PS 1:0).

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