ASV-Geschäftsführer Scheu: „Wir werden alles geben“

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 Die Nendinger erwischten im Halbfinal-Hinkampf gegen Weingarten einen schlechten Tag. Der Sieg-Ringer Yabrail Hasanov (links) k
Die Nendinger erwischten im Halbfinal-Hinkampf gegen Weingarten einen schlechten Tag. Der Sieg-Ringer Yabrail Hasanov (links) kassierte gegen Arsen-Ali Musalaliev seine erste Niederlage in der DRL. Im Rückkampf wollen sich die ASV-Athleten rehabilitieren. (Foto: hkb)
maschu und Manuel Schust

Für den ASV Nendingen steht am Samstag um 19.30 Uhr in der Deutschen Ringerliga (DRL) der Halbfinal-Rückkampf bei Germania Weingarten an. Nach der hohen 8:21-Niederlage im Hinkampf bräuchten die Nendinger ein Ringerwunder, um den Traum vom Finale noch verwirklichen zu können.

Nach einer Saison voller Hochs und Tiefs steht der ASV Nendingen in der Deutschen Ringerliga genau dort, wo er auch in der Vorsaison stand. Zwar konnte sich der ASV erneut fürs Halbfinale qualifizieren, verlor jedoch den Hinkampf erneut so deutlich, dass auch die kühnsten Optimisten nicht mehr an eine realistische Chance glauben, das Finale noch erreichen zu können. 2019 kassierte die Mannschaft von Trainer Ghenadie Tulbea eine krachende 5:21-Niederlage beim späteren Meister VfK Schifferstadt und war im Rückkampf trotz Sieg ohne jede Chance geblieben, den direkten Vergleich noch gewinnen zu können. Ein ähnliches Szenario dürfte den ASV nun am Samstag in der Mineralix-Arena in Weingarten erwarten.

„Wir sehen das schon realistisch genug, um zu wissen, dass es nach der hohen Heimniederlage fast unmöglich sein wird, den Rückstand noch aufholen zu können“, gibt auch ASV-Geschäftsführer Markus Scheu unumwunden zu. Es spricht tatsächlich nicht viel für einen hohen Nendinger Sieg beim Dauerrivalen aus Weingarten. Die Germanen sind ohne Heimniederlage durch die Saison marschiert und haben seit DRL-Gründung nur einmal einen Heimkampf mit mehr als den 13 Punkten verloren, die Nendingen nun erringen müsste, um noch ins Finale einziehen zu können. Trotz trüber Aussichten gibt man sich kämpferisch und wird am Samstag in der Mineralix-Arena mit der bestmöglichen Mannschaft antreten: „Viele unserer Topringer sind ja bereits beim Hinkampf vor Ort gewesen und die Engagements längst vereinbart“, erklärt Scheu. „Wir werden am Samstag in Weingarten eine starke Mannschaft am Start haben und mit unserer Rückrundenmannschaft alles geben.“

Für Nendingen wird dann wieder der dreifache Olympiasieger Mijain Lopez im Einsatz sein. Der 37-jährige Kubaner wird es in Weingarten ein zweites Mal mit seinem elf Jahre jüngeren Landsmann Oscar Pino zu tun haben. Der erste Kampf der beiden kubanischen Schwergewichtler sorgte für weltweite Aufmerksamkeit und Schlagzeilen. Dabei bewies Mijain Lopez (130 kg, G) Ende November im Duell der Generationen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Lopez dominierte von der ersten Sekunde an den Kampf gegen den aufstrebenden Landsmann Pino und holte drei weitere Punkte für den ASV. Am Samstag bekommt Vizeweltmeister Pino eine zweite Chance gegen Altmeister Lopez.

Ein anderer Altmeister wird am Samstag seinen letzten Kampf für Germania Weingarten bestreiten. Ringer-Urgestein Adam Juretzko, der seit 2009 für die Nordbadener im Einsatz ist, wird dann seinen Abschiedskampf für Weingarten bestreiten. Der 49-jährige Deutsche könnte in der Gewichtsklasse bis 77 kg Griechisch-Römisch auf den ASV-Publikumsliebling Daniel Cataraga treffen.

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