Es hat fast den Anschein gehabt, als ob es der ASV Nendingen eilig gehabt habe, auch sportlich den ersten Punktgewinn in der neuen Saison der Deutschen Ringerliga (DRL) feiern zu können. Der Kampf beim KSV Ispringen, der 13:13 endete, war um zehn Tage vorverlegt worden. Zuvor hatte Nendingen kampflos Eisleben besiegt, gegen Schifferstadt aber verloren.

Der Makel, noch ohne sportlichen Sieg in der Saison zu sein, sei nicht der Grund gewesen, meinte Markus Scheu, Geschäftsführer der ASV Nendingen GmbH und der DRL. Zum ursprünglichen Kampftermin am Samstag, 13. Oktober, habe Ispringen die heimische Festsporthalle nicht für den Ringkampf bekommen können. Zehn Tage zuvor hatte „der KSV zwar die Halle. Dafür hatten sie nicht alle Ringer da“, meinte Scheu und deutete damit an, dass der Hausherr nicht seine beste Besetzung aufbieten konnte.

Dennoch war Ispringen lange dem zweiten Punkt für die Tabelle näher, als Nendingen dem Unentschieden. Erst Evgheni Nedealco und Daniel Cataraga sicherten mit ihren Punktsiegen in den abschließenden Kämpfen in der Klasse bis 77 Kilogramm das Remis.

Der amtierende DRL-Meister aus Ispringen fand besser in den Kampf. Dank zweier klarer Punktsiege von Arsen Harutyunyan und Zviadi Pataridze über ASV-Trainer Ghenadie Tulbea (60 kg, F) und Mykola Kuchmii (130 kg, GR) lag der KSV schnell 6:0 in Führung. Auch Roman Amoyan und Maxim Sacultan brachten für die Gastgeber weitere Zähler auf die Anzeige. Die Nendinger Aleksey Masyk (63 kg, GR) und Andrej Perpelita (67 kg, F) mussten sich ihren Widersacher nach Punkten geschlagen geben. Einzig Nicolai Ceban, der den überforderten Etienne Wyrich in der Freistil-Klasse bis 97 Kilogramm mit 16:0 technisch überlegen auseinandernahm, sorgte für eine Ergebnisverbesserung. Mit einem 4:9-Rückstand gingen die Gäste in die Pause.

Das Blatt schien sich auch danach, nicht wirklich zu wenden. Zwar kam Aleksander Shyshman (87 kg, GR) zu einem 2:0-Punktsieg. Nur einen Kampf später sorgte Malkhas Amoyan (72 kg, GR) vermeintlich für Ernüchterung bei den Gäste. Er fertigte Donior Islamov beim 16:0-Erfolg technisch überlegen ab. Danach nahm Nendingen aber Fahrt auf. Piotr Ianulov (87 kg, F), Nedealco und Cataraa bogen den zwischenzeitlichen 6:13-Rückstand noch um.

Scheu war erleichtert über den Punktgewinn. Allerdings sei, nach Aussage von Tulbea, noch mehr möglich gewesen. „Ghenadie hat gesagt, es sei nicht gut gelaufen. Er war vom Kampfrichter enttäuscht.“

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