ASV empfängt im Halbfinale Weingarten

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 Weltklasse-Athleten im Ringsport treffen am Montag in der Tuttlinger Mühlauhalle beim DRL-Halbfinal-Hinkampf zwischen dem ASV N
Weltklasse-Athleten im Ringsport treffen am Montag in der Tuttlinger Mühlauhalle beim DRL-Halbfinal-Hinkampf zwischen dem ASV Nendingen und Germania Weingarten aufeinander. Unser Bild zeigt den ASV-Ringer Daniel Cataraga (links) beim letzten Kampf gegen den Weingartener Karapet Chalyan. (Foto: hkb)
Manuel Schust

Gleich zu Beginn des Jahres dürfen sich Fans des Ringkampfsports auf einen Klassiker in der Tuttlinger Mühlauhalle freuen. Am Montag um 17.30 Uhr kommt es im Halbfinal-Hinkampf der Deutschen Ringerliga (DRL) zum Duell der beiden Dauerrivalen ASV Nendingen und Germania Weingarten.

Die Geschichte des deutschen Mannschaftsringens im vergangenen Jahrzehnt lässt sich ohne den ASV Nendingen und Germania Weingarten nicht erzählen. Jeweils drei Deutsche Meisterschaften konnten die beiden Teams in den 10er-Jahren erringen und dominierten die Ringer-Bundesliga. Während Weingarten 2010 das Finale erreichte und 2011 und 2012 sich den Titel sicherte, gelang dem ASV Nendingen der Titel-Hattrick von 2014 bis 2016. Jedes Mal hieß der Gegner im Finale Weingarten. Noch heute erinnern sich viele Fans schwärmend an die hart umkämpften und spannenden Final-Duelle beider Teams, in denen die Rivalität zwischen dem ASV und den Germanen seinen Höhepunkt fand. Etwas mehr als drei Jahre sind vergangen, seit sich beide Mannschaften in einer K.o.-Runde gegenüberstanden. Im Dezember 2016 gelang Weingarten auf dem Weg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft die Revanche für das dreimalige Final-Aus mit einem Halbfinal-Sieg über Nendingen.

Seit der Saison 2017/2018 starten beide Teams in der Deutschen Ringerliga. Beide sehnen sich nach der Wiederholung vergangener Erfolge und wollen auch in der DRL die Meisterschaft feiern, nachdem im Debütjahr Ispringen und vergangenes Jahr Schifferstadt den Titel holten.

Für den ASV endete die Hauptrunde eher durchwachsen. Zwar konnte man starke Heimerfolge über Ispringen und Weingarten feiern, rutschte aber nach zwei Niederlagen gegen Eisleben bis auf Rang vier ab. Die Enttäuschung darüber war bei Fans und Verantwortlichen jedoch schnell verflogen. Denn als Viertplatzierter trifft man nun im Halbfinale mit Germania Weingarten auf einen Gegner, gegen den man in der Hauptrunde gut ausgesehen hat.

„Dass wir gleich gegen Weingarten ranmüssen, werte ich als absolut positiv“, verrät Nendingens Lokalmatador Valentin Lupu (60 kg, G). „Durch die lange Rivalität zwischen den Germanen und dem ASV werden alle voll bei der Sache sein. Da weiß wirklich jeder, was auf dem Spiel steht.“

Weingarten hat in der Hauptrunde Schwächen offenbart und zwei der letzten drei Kämpfe verloren. Im direkten Vergleich konnten der ASV und Germania je einen Sieg verbuchen. Beide Duelle in der Hauptrunde wurden erst im letzten Kampf des Abends entschieden. Während in der Mineralix-Arena in Weingarten die Germanen einen knappen Heimsieg feiern konnten (17:13), durften in Tuttlingen die ASV-Fans jubeln. Daniel Cataraga holte Ende November die siegbringenden Punkte im Abschlusskampf, um Nendingen den 18:14-Heimerfolg zu sichern.

Damals konnte man in der Mühlauhalle Nendingens dreifachen Olympiasieger Mijain Lopez bewundern. Am Montag wird Lopez nicht auf die Matte gehen, weil durch den Stilartwechsel im Schwergewicht nach Freistil-Art gerungen wird. Doch auch die Hinrunden-Mannschaft des ASV ist mit dem kubanischen Weltmeister von 2018, Yowlys Bonne Rodriguez (63 kg, F), dem WM-Silbermedaillengewinner Yabrail Hasanov (87 kg, F) oder dem Publikumsliebling Daniel Cataraga stark genug besetzt, um es mit den vielen hochkarätigen russischen und kubanischen Weltklasseringern von Weingarten aufnehmen zu können.

Der Finalgegner der beiden Dauerrivalen steht mit dem KSV Ispringen bereits fest. Nachdem der KAV Eisleben aus finanziellen Gründen seine Halbfinalteilnahme abgesagt hat, steht der DRL-Meister von 2018 kampflos im Finale. Wer Ispringen ins Finale folgen wird, entscheidet sich im Rückkampf am 11. Januar (19.30 Uhr) in Weingarten.

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