Aleksander Shyshman (blau) vom ASV Nendingen gewann seinen Kampf gegen Ispringens Bislan Assakalov. In Weingarten ist er mit sei
Aleksander Shyshman (blau) vom ASV Nendingen gewann seinen Kampf gegen Ispringens Bislan Assakalov. In Weingarten ist er mit seinem Team aber nur Außenseiter. (Foto: Jürgen Müller)

Für die Ringer des ASV Nendingen kommt es Schlag auf Schlag: Mit dem Duell beim SV Germania Weingarten (Samstag, 19.30 Uhr) steht der dritte Kampf innerhalb von sieben Tagen in der Deutschen Ringerliga (DRL) auf dem Programm. Markus Scheu glaubt, dass die Nendinger Kämpfer die Strapazen der englischen Woche wegstecken können.

„Für Ringer, die Gewicht machen, wäre das happig. Aber bei uns macht keiner Gewicht für seine Kämpfe. Zudem sind die Sportler Turnierringer, die manchmal vier-, fünfmal an einem Tag auf die Matte gehen“, erklärt Markus Scheu, Geschäftsführer der ASV Nendingen GmbH und der DRL. Weil Gegner Weingarten im Gegensatz zu den Nendingern, die am Mittwoch ein 13:13 in Ispringen erreichten, aber ausgeruht auf die Matte gehen wird, dürfte für den ASV beim Rivalen früherer Tage nichts zu holen sein.

Scheu rechnet sich in einzelnen Kämpfen Chancen aus

„Da muss ich nicht groß herumrechnen“, meinte Scheu, der einen Querverweis bemühte. Schifferstadt sei beim 19:6-Sieg in Nendingen mit der Mannschaft angetreten, die zuvor 11:12 in Weingarten verloren hatte. Und weil Nendingen schon gegen Schifferstadt „mächtig einen verbraten gekriegt“ habe, werde auch Weingarten als Sieger von der Matte gehen. Als chancenlos sieht Scheu sein Team aber nicht. „Jeder Kampf ist anders. Und Weingarten hat durchaus seine Schwächen.“ Dabei hat Scheu vor allem den 47-jährigen Adam Juretzko (77 kg, GR) und Jan Fischer (87 kg, GR) ausgemacht.

In Weingarten wird der ASV mit seiner „Standardbelegung“ antreten. Das heißt: Große Überraschungen wird es bei der Besetzung der zehn Kämpfe nicht geben. In der Freistil-Klasse bis 60 Kilogramm bietet der ASV seinen Trainer Ghenadie Tulbea auf, der in den Kämpfen gegen Schifferstadt und Ispringen jeweils nach Punkten 0:3 verlor. Dies liege aber eben daran, dass Tulbea in seiner Klasse auf körperlich überlegene Kämpfer treffen würde, die eigens für den Kampf abkochen. „Und dann filettieren sie Ghenadie“, sagt Scheu.

Ein interessantes Duell erwartet der ASV-Geschäftsführer in der Klasse bis 72 Kilogramm im klassischen Stil. Weingartens Ionut Panait wird darin wohl auf Donior Islamov treffen, den Scheu nicht chancenlos sieht.

Perpelita wird Überraschung gegen Valdes zugetraut

Gleiches gilt auch für den Kampf im Freistil bis 67 Kilogramm. Eigentlich ist Weingartens Kubaner Alejandro Valdes nicht zu schlagen. Nendingens Andrej Perpelita soll es aber versuchen. „Er gefällt mir gut. Andrej hält super mit, hat eine Riesenkondition. Wenn er es gegen Valdes in die zweite Hälfte schafft und den Rückstand in Grenzen hält, dann kann er für eine Überraschung sorgen“, sagt Scheu. Sogar ein Nendinger Sieg sei möglich.

Eine Standortbestimmung werde das Duell mit Maxim Mamulat für Aleksey Masyk. Der Nendinger hatte gegen Schifferstadts Elchin Ibragimov 3:0 gewonnen. Gegen Ispringens Roman Amoyan aber 0:2 verloren. Auf verlorenem Posten dürfte Nykola Kuchmii im Schwergewicht gegen den Kubaner Oscar Pino sein. „Er bekommt immer die Granaten vorgesetzt“, hatte Scheu fast Mitleid mit seinem Ringer. Nach bisher zwei Niederlagen könnte dem ASV-Kämpfer ein Befreiungsschlag gelingen.

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