Anna Schall ist Süddeutsche Meisterin

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 Anna Schall (links, Nr. 948) von der LG Tuttlingen-Fridingen setzte sich mit einem starken Schlussspurt an die Spitze und gewan
Anna Schall (links, Nr. 948) von der LG Tuttlingen-Fridingen setzte sich mit einem starken Schlussspurt an die Spitze und gewann das 800-Meter-Rennen der Frauen. (Foto: Ralf Görlitz)
Fritz Reichle

Ihren sicherlich bisher wertvollsten Titel hat Anna Schall von der LG Tuttlingen-Fridingen am Wochenende bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen geholt. Völlig überraschend wurde die erst 17-Jährige Meisterin in der Frauenklasse über 800 Meter. Ihre Vereinskollegin Alisha Pawlowski verpasste ebenfalls in der Frauenklasse als Vierte im Hochsprung nur knapp das Siegerpodest.

Die beiden jungen LG-Talente haben sich damit bei ihren ersten Starts in dieser Klasse bravourös geschlagen. Anna Schall war über 800 Meter unter den 17 Teilnehmerinnen die jüngste Starterin und holte sich dennoch den Titel gegen ihre erfahrenen Konkurrentinnen. Auf Grund ihrer bisherigen Leistungen war sie in den schnelleren der beiden Zeitläufe eingeteilt worden.

Die 25-jährige Julia Rieger (LV Pliezhausen) sorgte hier von Beginn an für ein flottes Tempo, so dass sich Anna Schall gemeinsam mit ihr etwas vom Feld absetzen konnte. In der letzten Runde setzte sich die spurtstarke Läuferin aus Mühlheim-Stetten an die Spitze und behauptete mit ihrer Saisonbestzeit von 2.13,50 Minuten die Führung gegen die stark aufkommende Mawain Beavogui (LAZ Saarbrücken), die in 2.13,66 Minuten Zweite wurde. Julia Rieger sicherte sich knapp dahinter in 2.13,92 Minuten Platz drei.

Neben Anna Schall und ihrer Familie war natürlich auch Trainer Franz Saile über diesen Coup im Sindelfinger Glaspalast hoch erfreut: „Obwohl sie wegen ihrer Verletzung das letzte Wettkampfjahr komplett pausieren musste, hat sie hier eine erstaunliche Leistung gezeigt. Da kann man nur respektvoll den Hut ziehen.“

Fast wäre auch Alisha Pawlowski ein ähnliches Kunststück gelungen. Auch sie ging im Hochsprung in der Frauenklasse an den Start und zeigte trotz einer leichten Fußverletzung eine starke Vorstellung. Erstmals in dieser Hallensaison übersprang sie 1,76 Meter. Mit Rücksicht auf die am kommenden Wochenende anstehende Jugend-DM verzichtete sie dann vorsorglich auf weitere Versuche. Hinter der mit 1,78 Meter siegreichen Meike Reimer (MTG Mannheim) lagen damit drei Springerinnen, die alle 1,76 Meter im zweiten Versuch übersprungen hatten.

Zweite wurde so Jordis Kriegel (SV Winnenden), die keine weiteren Fehlversuche zu verzeichnen hatte. Und auf dem dritten Rang landete Nathalie Buschung (LG Eintracht Frankfurt) mit nur einem weiteren Fehlversuch. Für Alisha, die vorher zwei Fehlversuche hatte, blieb damit der vierte Platz. Als beste Jugendliche in diesem Feld hatte sich die Tuttlingerin dennoch hervorragend geschlagen und hofft nun, bis zur DM in Neubrandenburg ihre Fußverletzung überwinden zu können.

In dieser Disziplin ging mit Christin Rodinger eine weitere LG-Athletin an den Start. Mit guten 1,60 Meter kam sie dabei auf Platz 14. Nicht zufrieden hingegen war in Sindelfingen Larissa Schall, die sich im Dreisprung diesmal mit 10,55 Meter begnügen musste.

Und auch Moritz Eisold musste erfahren, dass es nicht immer nur aufwärts geht. Im Weitsprung der Klasse U18 kam er diesmal mit dem Anlauf nicht zurecht. Mit zwei ungültigen Versuchen und für ihn bescheidenen 5,99 Meter konnte er sich nicht für den Endkampf der besten acht, und damit drei weitere Versuche, qualifizieren.

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