Angler fangen in abgestauter Donau kaum Fische

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Der stellvertretende Vorsitzende des Möhringer Angelvereines Jörg Biehler mit den Geehrten Axel Geiger, Joachim Gau, Josef Balze
Der stellvertretende Vorsitzende des Möhringer Angelvereines Jörg Biehler mit den Geehrten Axel Geiger, Joachim Gau, Josef Balzer, Heinrich Jettki, Herwig Martin und Helmut Wagner bei der Jahreshauptversammlung. (Foto: Manger)
Stefan Manger

Nachdem das Wehr abgesenkt wurde, fingen die Mitglieder des Angelvereins Möhringen kaum noch Fische. Das berichtete der Vorsitzende Axel Geiger bei der Hauptversammlung des Vereins. Und er kritisierte seine Mitglieder: immer wieder fehlen Fanglisten und das verfälsche die Statistik.

Insgesamt 141 Kilogramm Fische seien im vergangenen Jahr in den Möhringer Gewässern gefangen worden, so Gewässerwart Raphael Sitta, darunter 47 Kilogramm Karpfen und 63 Kilo Forellen. Nachdem das Wehr weggekommen sei, wurde in der Donau so gut wie nichts mehr gefangen.

Kritik gab es für die Mitglieder: Nicht einmal 50 Prozent der Fanglisten seien im vergangenen Jahr zurück gekommen, was so gar nicht hinnehmbar sei, da auch sämtliche Statistiken damit falsch wären und auch nicht nachgewiesen werden könne, was wirklich gefangen werde. Wer diese künftig nicht abgebe, müsse 25 Euro bezahlen.

Außerdem diskutierten die Mitglieder über die Ausrichtung eines Dammfests im laufenden Jahr als Ersatz für das Städtlefest. Denn letzteres sei nicht lukrativ und führe sogar dazu, dass der Vereins umsatzsteuerpflichtig sei und unter dem Strich damit ein Minus herauskomme. Hierzu intervenierte Ortsvorsteher Herwig Klingenstein, was zu Folge hatte, dass dies in der Vorstandschaft noch einmal besprochen und dann letztlich in der Hauptversammlung im nächsten Jahr die endgültige Entscheidung über eine weitere Teilnahme am Städtlefest gefällt werden soll. Der Anglerhock bringe noch nicht die Resonanz, die man sich vorstelle, sei aber schon besser besucht als noch vor einem Jahr, so Axel Geiger.

Einen etwas rückläufigen Kassenbestand legte der Kassierer Ulrich Bühler den Mitgliedern vor, was unter anderem auf die Umsatzsteuerpflicht zurück zu führen war. Für den verhinderten Jugendwart Benedetto Cicone berichtete Jörg Biehler von der sehr gut funktionierenden Jugendarbeit. Im letzten Jahr hätten durch die Teilnahme am Kinderferienprogramm drei neue Mitglieder im Jugendbereich dazugewonnen werden können.

Der Verein will versuchen über die Spendenaktion der Volksbanken eine Spende für das sehr teure Elektroabfischen, was dem Verein selbst eigentlich gar nichts bringe, aber durchgeführt werden müsse, zu erhalten.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Josef Balz, Joachim Gau, Heinrich Jettki, Klaus Katz, Herwig Martin, Helmut Wagner und Christof Plewinski geehrt. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden Gudrun Behnke, Sabine und Udo Joos sowie für 15 Jahre Stella Maier ausgezeichnet. Für 15-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft wurden Axel Geiger, der dem Verein insgesamt zehn Jahre vorsteht, Karl-Eberhard Behnke, der den Verein sechs Jahre führte und Harald Jung geehrt.

Letzte Amtszeit für den Vorsitzenden Axel Geiger

Im Amt des Vorsitzenden bestätigt wurde Axel Geiger, der aber gleich ankündigte, dass dies seine letzte Periode als Vorsitzender sein wird und in zwei Jahren ein neuer Vorsitzender gebraucht werde. Kassierer wurde Ulrich Bühler, Schriftführer Florian Eckert. Zu Beisitzer wurden Hans Semlitzsch und Andreas Dirschauer und zum Gewässerwart Raphael Sitta gewählt. Zur Kassenprüferin wurde Hannelore Wockenfuß bestellt.

Am Gründonnerstag soll wieder der Fischverkauf stattfinden, der für die finanzielle Ausstattung der Vereines der wichtigste Tag im Jahr sei, so Vorsitzender Axel Geiger.

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