Alisha Pawlowski stellt Kreisrekord im Hochsprung ein

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Alisha Pawlowski übersprang beim Wettkampf in Eppingen 1,73 Meter.
Alisha Pawlowski übersprang beim Wettkampf in Eppingen 1,73 Meter. (Foto: LG Tut-Fridingen)
Fritz Reichle

Die jungen Athletinnen der LG Tuttlingen-Fridingen haben wieder für zwei Paukenschläge gesorgt. Alisha Pawlowski egalisierte in Eppingen mit 1,73 Meter den Kreisrekord im Hochsprung. Und Anna Schall lieferte bei den baden-württembergischen Meisterschaften als Dritte über 1500 Meter Hindernis schon ihre dritte DM-Norm ab.

Beim Sprungmeeting in Eppingen sorgte Alisha Pawlowski am Samstag für eine erfreuliche Überraschung. Nachdem sie die vier ersten Höhen jeweils im ersten Versuch schon übersprungen hatte, schaffte sie im dritten Versuch auch erstmals die Höhe von 1,73 Meter. Damit steigerte sie ihre Bestleistung um drei Zentimeter und egalisierte auch den 25 Jahre alten Kreisrekord von Nicola Zebhauser aus dem Jahre 1993. Noch nie ist eine Frau aus dem Kreis Tuttlingen höher gesprungen.

Die 16-Jährige wurde damit in der Altersklasse U18 Zweite bei diesem stark besetzten Meeting hinter Sharon Enow Abio (LAZ Ludwigsburg), die zwar auch nicht höher sprang, aber bei 1,73 Meter einen Fehlversuch weniger hatte. Als zusätzliche Belohnung für diese Leistung erhielt Alisha von der Landestrainerin auch die Nominierung für den Jugendländerkampf in Brixen am nächsten Wochenende.

Ähnlich stark ist die Leistung ihrer Vereinskollegin Anna Schall zu bewerten, die mit ihrer Schwester Larissa am Sonntag im Rahmen des großen Läufermeetings in Pliezhausen um die baden-württembergische Meisterschaft über 1500 Meter Hindernis kämpfte. Bei ihrem ersten Start in dieser Disziplin hatten natürlich beide noch ihre Probleme, vor allem am ungewohnten Wassergraben. Dennoch lieferten die Zwillinge eine couragierte Vorstellung ab. Hinter den beiden favorisierten Alisia Freitag (TSG Esslingen) und Charlotte Römer (LAZ Ludwigsburg) sicherte sich Anna Schall auf Anhieb in der guten Zeit von 5.16,88 Minuten den hervorragenden dritten Platz.

Nach Gold in Konstanz in der Staffel erweiterte die 15-Jährige ihre Medaillensammlung damit um Bronze. Und nachdem sie in den drei vergangenen Wochen schon die Normen für die Jugend-DM über 800 und 1500 Meter unterboten hatte, gelang ihr dieses Kunststück damit schon in der dritten Disziplin.

Stark ist auch der Auftritt ihrer Schwester Larissa Schall einzuschätzen. Auch ihr Debüt auf dieser Strecke verlief mit der Zeit von 5.37,17 Minuten glänzend. In der Meisterschaftswertung brachte ihr diese Zeit in einem großen Feld den guten sechsten Platz.

Zwei Titel in Konstanz

Gleich zwei Meistertitel hat es für die Leichtathleten der LG Tuttlingen-Fridingen in Konstanz gegeben. Die Staffel über 3 x 800 Meter in der weiblichen Jugend U18 sicherte sich den ersten Platz der baden-württembergischen Meisterschaft. Und bei der gleichen Veranstaltung wurde außerdem Moritz Eisold in der Klasse M14 württembergischer Meister im 5er-Sprung.

Dabei hatte es im Vorfeld nicht so gut ausgesehen, da Alisha Pawlowski für die Staffel noch kurzfristig verletzungsbedingt hatte absagen müssen. Für sie sprang die zwei Jahre jüngere Flora Ames ein, was aber bedeutete, dass dadurch die gemeldete Staffel der Klasse U16 geplatzt war. Dennoch präsentierte sich die U18-Staffel mit Larissa und Anna Schall sowie Flora Ames in glänzender Form und sicherte sich in der guten Zeit von 7.15,95 Minuten den Titel. Damit waren sie sogar um fünf Sekunden schneller als im vorigen Jahr.

Alle drei Läuferinnen absolvierten ihre Teilstrecke im Rahmen ihrer Bestleistung. Larissa Schall ging als Startläuferin vielleicht etwas übermotiviert sehr schnell an. Doch obwohl sie dafür in der zweiten Runde etwas büßen musste, brachte sie die von ihr erhoffte Leistung. Auch die 14-jährige Flora Ames zeigte eine tolle Form und übergab in Führung liegend an Anna Schall, die in einem einsamen Rennen die Mannschaft souverän siegreich ins Ziel brachte.

Die LG-Staffel mit drei Mädchen unter 16 Jahren lag deutlich vor den Teams des LC Waldachtal und des LAC Freiburg. Die Siegerstaffel in der älteren Klasse U20 war nur etwa sieben Sekunden schneller als das LG-Team.

Bei der gleichzeitig ausgetragenen württembergischen Meisterschaft im Fünfer-Sprung zeigte einmal mehr Moritz Eisold in der Klasse M14 seine Klasse. Schon im ersten Versuch erzielte er mit 17,30 Meter die Siegesweite. Damit steigerte er sich gegenüber seiner Hallenleistung im Januar um 35 Zentimeter und lag in Konstanz fast einen Meter vor Noah Höschele (LAZ Ludwigsburg), der mit 16,40 Meter vor Yanic Türkis (SSV Ulm, 16,18 Meter) den zweiten Platz belegte.

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