Alexander Schätzle interpretiert Klassik modern

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 Alexander Schätzle (rechts) hört seine Komposition zum ersten Mal, gespielt von Petra Manon Hirzel, Katja Küppers und Delphine
Alexander Schätzle (rechts) hört seine Komposition zum ersten Mal, gespielt von Petra Manon Hirzel, Katja Küppers und Delphine Henriet (von links). (Foto: Kornelia Hörburger)
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Seine Passion ist rar in Tuttlingen: Alexander Schätzle komponiert Kammermusik. Im Hauptberuf leitet er drei Firmen für Werkzeugbau, seit er nach dem Studium im Fach Komposition „aus Vernunftgründen“ den beruflichen Abzweig in die Wirtschaft genommen hat. Schätzles jüngstes Werk, sein erstes Klaviertrio, haben Petra Manon Hirzel (Violine), Delphine Henriet (Cello) und Katja Küppers (Klavier) am Freitagabend in der Stadthalle ur-aufgeführt. Schätzle verwendet Form-Elemente klassischer Musik, doch er interpretiert sie modern. Dabei mutet er seinen Zuhörern keinesfalls Dissonanzen jenseits aller Hörgewohnheiten zu. Klangschön wandern die Themen zu Beginn der vier Sätze von Instrument zu Instrument. Sie werden fein verwoben, bis sie sich schließlich in einem fulminanten Finale kunstvoll überlagern und durchdringen. Die jährlichen Schätzle-Uraufführungen in unterschiedlichen Besetzungen um die Geigerin Manon Hirzel haben inzwischen Tradition in der Stadthalle – und ein begeistertes Stammpublikum aus allen Altersklassen.

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