800-Meter-Läuferin Anna Schall zeigt bestechende Form

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Anna Schall von der LG Tuttlingen-Fridingen (Nr. 830) – hier bei der Deutschen Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend
Anna Schall von der LG Tuttlingen-Fridingen (Nr. 830) – hier bei der Deutschen Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend in Neubrandenburg – präsentierte sich bei einem Test in Freiburg in guter Form. (Foto: Archiv/Ralf Görlitz)
Fritz Reichle

Bei einem inoffiziellen Testlauf über 800 Meter hat Anna Schall von der LG Tuttlingen-Fridingen am Samstag einen herausragenden Formnachweis geliefert. In Freiburg wurde für sie in einer sogenannten Läufer-Challenge eine handgestoppte Zeit von 2:10,17 Minuten genommen. Diese Zeit liegt um zwei Sekunden unter ihrer offiziell gültigen Bestleistung von 2:12,30 Minuten.

Die Leichtathleten müssen sich in dieser Corona-Krise schon einiges einfallen lassen. Da es bisher in unserer Region noch immer keine offiziellen Wettkämpfe gab, haben sich die Landestrainer das Format der virtuellen Wettkämpfe oder der Challenges einfallen lassen, bei denen ausgewählte Kaderathleten in kleinen Gruppen ihre Form testen.

So wie ihr Vereinskollege Moritz Eisold vorige Woche bei einem Zehnkampftest (wir berichteten) war nun Anna Schall eingeladen, gemeinsam mit zwei DM-Titelträgerinnen des Vorjahres einen Testlauf zu absolvieren.

Jolanda Kallabis (TG Stockach), die ihre Form schon vor zwei Wochen mit einer Zeit unter dem deutschen Rekord über 1500 Meter Hindernis angedeutet hatte und auch Valerie Koppler (USC Freiburg), die Deutsche U18-Meisterin über 800 Meter von 2019, waren am Samstag Annas Konkurrentinnen bei einem Lauf über 800 Meter.

Um den coronabedingten Einschränkungen Rechnung zu tragen, starteten die Läuferinnen auf den Bahnen eins, drei und fünf und blieben anders als in normalen Rennen während der ganzen zwei Runden auf ihren jeweiligen Bahnen. Anna Schall hatte die Bahn eins gelost und ihre Gegnerinnen starteten mit einer Kurvenvorgabe von etwa 30 und 60 Meter, sodass die drei Läuferinnen jede für sich quasi ein Rennen gegen die Uhr liefen.

Die 17-jährige LG-Athletin lief sehr schnell an und hatte nach der ersten Runde praktisch den Rückstand schon aufgeholt. „Ich habe mich einfach sehr locker gefühlt und habe dann in der zweiten Runde schon gemerkt, dass ich wohl zu schnell angegangen bin“, resümierte Anna Schall nach dem Lauf. Trainer Franz Saile registrierte für seine Athletin eine Zeit unter 60 Sekunden für die ersten 400 Meter.

In der zweiten Runde kamen dann erwartungsgemäß Jolanda und Valerie stark auf, sodass am Schluss alle drei mit hervorragenden Zeiten gestoppt wurden. Schnellste war Jolanda Kallabis mit 2:09,06 Minuten vor Anna Schall, die trotz ihres forschen Anfangstempos noch mit 2:10,17 Minuten deutlich schneller war als bisher. Und auch Valerie Koppler war mit 2:10,68 Minuten zufrieden.

Für Anna Schall kommt es nun darauf an, ihre hervorragende Form bald in einem offiziellen Wettkampf in einer bestenlistenreifen Leistung zu dokumentieren. Aber noch immer ist die Unsicherheit über gute Startmöglichkeiten groß, sodass abgewartet werden muss, wo und wann die ersten „gültigen“ Leistungen der Athleten erbracht werden können.

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