55 Plätze im Kindergarten Torhaus geplant

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Neben Ganztagskindergarten und Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten soll auch eine Kinderkrippe im Torhaus in Thiergarten einz
Neben Ganztagskindergarten und Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten soll auch eine Kinderkrippe im Torhaus in Thiergarten einziehen. (Foto: Archiv- Uli Deck)

Rund 55 Betreuungsplätze sollen im Torhaus in der Nordstadt entstehen. Den dreigruppigen Kindergarten baut die Tuttlinger Wohnbau, die Stadt wird die Räume anmieten. Nun geht es um die Ausgestaltung des entsprechenden Mietvertrags. Geplant ist eine monatliche Kaltmiete zwischen 9000 und 10  000 Euro, der Vertrag soll 15 Jahre laufen. Bis September 2020 soll der Kindergarten bezugsfertig sein.

Noch seien nicht alle Eckpunkte des Vertrags ganz zu Ende verhandelt, sagte Oberbürgermeister Michael Beck im Verwaltungs- und Finanzausschuss am Montag: „Aber wir sind auf einem guten Weg.“ Die Räte gaben der Verwaltung ohne Diskussion und einstimmig den Auftrag, einen Mietvertrag mit der Wohnbau abzuschließen. Der Gemeinderat wird sich am Montag, 16. Juli, mit dem Thema befassen.

Verbindendes Element

Tuttlingen rechnet in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Bevölkerungszahlen – besonders auch durch den Bezug des zweiten Bauabschnitts in Thiergarten. Das geplante Torhaus soll ein verbindendes Element zwischen dem ersten und zweiten Bauabschnitt bilden. Neben 16 Wohneinheiten wird dort eine dreigruppige Kindertageseinrichtung gebaut.

Geplant sind eine Ganztagskrippe für Kinder unter drei Jahren, eine Ganztagskindergartengruppe sowie eine Kindergartengruppe mit verlängerten Öffnungszeiten. Das ergibt rund 55 Plätze. Laut Stadtverwaltung ist die Raumaufteilung flexibel, sodass langfristig alle möglichen Betreuungsformen umgesetzt werden könnten. Auch drei Ganztagsgruppen wären möglich, ebenso eine Inklusionsgruppe.

Die Ganztages- und Krippenplätze könnten auch für Tuttlinger Eltern aus anderen Bezirken zur Verfügung stehen, erklärt Stadtsprecher Arno Specht auf Nachfrage unserer Zeitung, denn der Bedarf sei groß, heißt es. Wartelisten gibt es aktuell nicht, aber die Auslastung der Kindertageseinrichtungen in der Stadt sei gut.

Den Neubau des Kindergartens Torhaus inklusive der Außenanlage trägt die Wohnbau. Die geschätzten Kosten belaufen sich abzüglich eines möglichen öffentlichen Zuschusses auf rund 2,62 Millionen Euro. Abhängig von der tatsächlichen Investitionssumme und dem noch zu vereinbarenden Ausschreibungs- und Zinssatz ergibt sich daraus eine monatliche Kaltmiete zwischen 9000 und 10 000 Euro für die Stadt für eine Nutzfläche von rund 950 Quadratmetern. Darin enthalten seien Verwaltungskosten und Kosten für Instandhaltung und Schönheitsreparaturen von jährlich 10 000 Euro. Betriebs- und Heizkosten schlagen mit weiteren 2000 Euro monatlich auf.

Kommunalkredit wird geprüft

„Wir rechnen mit einer Vollbelegung spätestens im zweiten Betriebsjahr“, so die Stadtverwaltung zu der Auslastung des Kindergartens. Geprüft werde derzeit, inwiefern der Tuttlinger Wohnbau ein Kommunalkredit zur Verfügung gestellt werden könne.

Wie das aussehen könnte, erklärt Arno Specht: „Wir würden den Banken eine Sicherheit geben, damit die Wohnbau einen Kredit zu den günstigen Konditionen bekäme, wie wir sie als Kommune auch bekommen würden.“

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