Ärger um Gestank von SHW geht weiter

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Der Kaltwind-Kupolofen (im Bild) und die Gießanlagen von SHW sorgen immer wieder für unangenehme Gerüche im Wohngebiet Thiergart
Der Kaltwind-Kupolofen (im Bild) und die Gießanlagen von SHW sorgen immer wieder für unangenehme Gerüche im Wohngebiet Thiergarten. (Foto: Christian Gerards)
Sabine Krauss
Redakteurin

Verantwortlich für den Geruch, den die Gießerei der SHW Automotive am Standort Tuttlingen an manchen Tagen absondert, ist zum einen der sogenannte Kaltwind-Kupolofen und zum anderen die Gießanlagen des Unternehmens.

Im Ofen werden täglich bei 1370 Grad Celsius 500 Tonnen Stahlschrott geschmolzen. In zwei Gießanlagen wird die Schmelze zu Bremsscheiben gegossen. 3,5 bis 4 Millionen Bremsscheiben produziert SHW jährlich – überwiegend für das Pkw-Premium-Segment. 450 Mitarbeiter arbeiten an den beiden Standorten in Tuttlingen (Gießerei) und Neuhausen (Bearbeitung).

Zehn Millionen Euro hat SHW nach eigenen Aussagen in diesem Jahr in die Modernisierung der Anlagen investiert, elf Millionen Euro sind für 2019 eingeplant. Von rechtlicher Seite hat sich das Unternehmen bislang nichts zu Schulden kommen lassen. Die Messdaten an insgesamt zehn Emissionsquellen auf dem Werksgelände lagen laut Regierungspräsidium Freiburg bislang immer unterhalb der erlaubten Grenzwerte.

Subjektiv ist hingegen das Thema Geruch. Hier gilt die sogenannte Geruchsimmissions-Richtlinie. In Wohngebieten liegt die erlaubte Anzahl an Geruchsstunden, die ein Betrieb „stinken“ darf, bei zehn Prozent der Jahresstunden und in Gewerbegebieten bei 15 Prozent. Um dies exakt feststellen zu können, bedürfte es einer zertifizierten Geruchsprüfung, bei der vor Ort in Tüten Luftproben entnommen werden und diese von Geruchsprüfern ausgewertet werden.

Je nach Wetterlage müffelt es mal mehr, mal weniger stark in einem Tuttlinger Wohngebiet. Die Stadt meldet Klärungsbedarf an, die Firma SHW wirft der Stadtverwaltung Fehlplanung vor.

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Verantwortlich für den Geruch, den die Gießerei der SHW Automotive am Standort Tuttlingen an manchen Tagen absondert, ist zum einen der sogenannte Kaltwind-Kupolofen und zum anderen die Gießanlagen des Unternehmens.

Im Ofen werden täglich bei 1370 Grad Celsius 500 Tonnen Stahlschrott geschmolzen. In zwei Gießanlagen wird die Schmelze zu Bremsscheiben gegossen. 3,5 bis 4 Millionen Bremsscheiben produziert SHW jährlich – überwiegend für das Pkw-Premium-Segment. 450 Mitarbeiter arbeiten an den beiden Standorten in Tuttlingen (Gießerei) und Neuhausen (Bearbeitung).

Zehn Millionen Euro hat SHW nach eigenen Aussagen in diesem Jahr in die Modernisierung der Anlagen investiert, elf Millionen Euro sind für 2019 eingeplant. Von rechtlicher Seite hat sich das Unternehmen bislang nichts zu Schulden kommen lassen. Die Messdaten an insgesamt zehn Emissionsquellen auf dem Werksgelände lagen laut Regierungspräsidium Freiburg bislang immer unterhalb der erlaubten Grenzwerte.

Subjektiv ist hingegen das Thema Geruch. Hier gilt die sogenannte Geruchsimmissions-Richtlinie. In Wohngebieten liegt die erlaubte Anzahl an Geruchsstunden, die ein Betrieb „stinken“ darf, bei zehn Prozent der Jahresstunden und in Gewerbegebieten bei 15 Prozent. Um dies exakt feststellen zu können, bedürfte es einer zertifizierten Geruchsprüfung, bei der vor Ort in Tüten Luftproben entnommen werden und diese von Geruchsprüfern ausgewertet werden.

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