Die Kampftermine des ASV Nendingen – in dieser Szene Andrej Perpelita (oben) gegen Eislebens Markos Theodoridis – stehen für die
Die Kampftermine des ASV Nendingen – in dieser Szene Andrej Perpelita (oben) gegen Eislebens Markos Theodoridis – stehen für die neue Saison fest. In der Hauptrunde gibt es nur noch acht Kämpfe pro Verein. Dafür hat auch der Vierte noch Chancen auf den Meistertitel. (Foto: Archiv: Helmut Bucher)

Mit dem Heimkampf gegen den KAV Eisleben wird der ASV Nendingen am Samstag, 15. September, in die zweite Saison der Deutschen Ringerliga (DRL) starten. Auch wenn die Anzahl der Vereine gleich bleibt, ändert sich der Austragungsmodus. Anders als in der Vorsaison wird die Hauptrunde bereits nach acht Kämpfen pro Mannschaft beendet sein.

„Die Dreierrunde ist nicht gut angekommen. Dem Publikum hat es nicht gefallen, dass jede Mannschaft dreimal gegen jeden Gegner kämpft“, sagt Markus Scheu. Auch die Entscheidung, dass die beiden erstplatzierten Vereine der Hauptrunde direkt das Finale in Hin- und Rückkampf bestritten, wurde nicht übermäßig positiv aufgenommen, meint der DRL-Geschäftsführer und Sportvorstand beim ASV Nendingen. „Aber aus Fehlern lernen wir...“

Deshalb werden die Vereine in Vor- und Rückrunde nur zweimal gegeneinander antreten, erklärt Scheu. Anschließend kämpfen die vier besten Mannschaften in zwei Halbfinals gegeneinander und dann ermitteln die beiden Finalisten in Hin- und Rückkampf den Sieger der DRL 2018. „Damit kommen die besten Mannschaften wie in der vergangenen Hauptrunde auf zwölf Kämpfe“, rechnet Scheu zusammen.

Möglicherweise wird sich der Kampfplan aber noch einmal verschieben. Die DRL, verrät Scheu, sei in Gesprächen mit mehreren Vereinen über eine Teilnahme an der Deutschen Ringerliga. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verein noch zur Saison 2018/19 dazukommt, sei nicht schlecht. „Ein anderer höchstinteressierter Verein wird in der neuen Saison aber noch in der Bundesliga kämpfen“, sagt der DRL-Geschäftsführer.

ASV nennt keine Neuzugänge – aber die Planungen laufen

Mehr Bewegung – auch als in der Öffentlichkeit wahrgenommen – gibt es bei der Zusammenstellung der Kader für die neue Saison. „Viele meinen, es passiert nichts“, sagt Scheu und verneint dies im gleichen Atemzug. Die Tatsache, dass weniger nach außen dringt, sei nur dem Streit mit dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) geschuldet. Zwar glaubt er nicht, dass es sich DRB und Weltverband UWW noch einmal trauen würden, einen Ringer wegen seiner Teilnahme an der DRL zu sperren. Nach Bekanntgabe eines Wechsels zu einem DRL-Verein könnte der entsprechende Verband und der Sportler aber unter Druck gesetzt werden. „Damit haben aber die anderen Vereine mehr Probleme als wir“, sagt Scheu.

In Nendingen wird der Stamm der Ringer zusammenbleiben. „Ich bin ein Fan davon, zu seinen Leuten zu stehen“, sagt Scheu. Zumal die langjährigen ausländischen ASV-Ringer, trotz aller Querelen um die DRL, dem Nendinger Verein treu geblieben waren. „Die Jungs sind schmerzfrei und ziehen das mit uns durch“, erklärt der ASV-Vorstand. Auch wenn er keine Namen nennt, werde die Mannschaft im Vergleich zu den Kontrahenten Weingarten, Schifferstadt, Eisleben oder Ispringen nicht schlecht sein. „Wir haben einige Schmankerl verpflichtet“, sagt Scheu.

Anders als bei der DRL kann er – weil es kein juristisches Nachspiel gibt – über Personalien für den Oberliga-Kader reden. Ivan Polisciuc (Moldawien), Tomasz Krol (Polen) und Khamza Temarbulatov (Russland) werden in der neuen Saison für den ASV Nendingen ringen.

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