Die Geehrten der Stadtkapelle Möhringen (von links): Julian Wiedermann, Sonja Sicka und Iris Kleiner mit dem Kreisdirigenten Ol
Die Geehrten der Stadtkapelle Möhringen (von links): Julian Wiedermann, Sonja Sicka und Iris Kleiner mit dem Kreisdirigenten Oliver Helbich und dem Vorsitzenden Klaus Kleiner. (Foto: S. Manger)
Stefan Manger

Zum ersten Mal mit ihrer neuen Dirigentin Katharina Gromann hat die Stadtkapelle Möhringen am Samstag zum Jahreskonzert in die Angerhalle eingeladen. Sie hatte ein abwechslungsreiches Programm, das die Bandbreite der Blasmusik verdeutlichte, zusammengestellt.

Der Auftakt machte das Stück „Majestia“, eine Hommage an die Musik des US-amerikanischen Komponisten James Swearingen, dass die Musiker dann auch majestätisch und spritzig vortrugen. Weiter ging es mit der „Serenata“ von Leroy Anderson, mit einer spanischen Musik, bei der immer wieder der Flamenco durchkam, leicht und teils tänzelnd vorgetragen.

Querflöten brillierten

„76 Trombones“, was so viel wie 76 Posaunen heißt, von Meredith Willson, das aus dem Musical „The Musicman“ stammt, bei dem die Posaunen dann ihren großen Auftritt hatten, aber auch die Querflöten brillierten, folgte vor einer zusätzlichen Einlage. Julius Schnee und Julian Wiedermann hatten ihre Schlagzeugausbildung abgeschlossen und zeigten nun in einem von Julius Schnee selbst arrangierten C-Jam-Blues, was sie gelernt hatten, Julius Schnee mit einem virtuosen Schlagzeugsolo und Julian Wiedermann mit einem Improvisationssolo am Vibraphon.

„Die glorreichen Sieben“ von Elmar Bernstein, bei dem die Trompeten groß herauskamen, führten den Western vor Augen, bei dem der Kampf und Sieg, so richtig nachempfunden werden konnte. Mit „The Great Escape“, ebenfalls von Elmar Bernstein mit seinen unverkennbaren Melodien, bei dem die Musiker so nach und nach die Bühne verließen – bis Fabian Gromann am Bass alleine übrig blieb.

Nach der Pause ging es weiter mit der Ouvertüre „Celebration & Song“ von Robert Sheldon – einem rhythmischen Werk, bei dem vor allem das Saxophon hervortrat und die Kapelle mit einem guten Klangkörper begeisterte. „Children of Sanches“, des Jazzmusikers Chuck Mangione vereinte sowohl ruhige Elemente der Trauer wie auch Passagen der Freude in sich. Dann folgte „Unter dem Doppeladler“, was von einem japanischen Komponisten neu arrangiert worden war und deshalb auch japanisch im Programm stand. Dieses enthielt Elemente einer Dixie-Version und wurde von der Kapelle bravourös mit einigen Soloeinheiten vorgetragen. Rhythmisch ging es weiter mit „Metal“ von Sean O’Loughun, bei dem Marius Strohm am Schlagzeug und Fabian Gromann am Bass ihr musikalisches Können unter Beweis stellten. Mit dem Marsch „His Honor“ von Henry Fillmore schloss die Kapelle den Reigen der Blasmusikrichtungen, nicht jedoch, bevor sie noch zwei Zugaben gegeben haben.

Die Mitglieder der Kapelle warben an diesem Abend um Unterstützung, da sie ihre beiden alten Fahnen, aus den Jahren 1806 und 1863 stammend, sanieren wollen, was allerdings mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden sei.

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