Gerhard Neipp
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Gerhard Neipp (Foto: Eric Zerm)
Schwäbische Zeitung

Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag ist in Essen nach kurzer schwerer Krankheit der gebürtige Trossinger Gerhard Neipp gestorben.

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Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag ist in Essen nach kurzer schwerer Krankheit der gebürtige Trossinger Gerhard Neipp gestorben. Martin Häffner, Leiter des Deutschen Harmonikamuseums, blickt in einem Nachruf auf das Leben des Ehrenmitglieds des Museums zurück. Der erfolgreiche deutsche Spitzenmanager und gleichzeitig glückliche Familienmensch verleugnete seine Wurzeln nie. Gerhard Neipps Werdegang vom Sohn eines Trossinger Buchdruckers bis zum Vorstandsvorsitzender bedeutender Wirtschaftsunternehmen wie der Ruhrkohle AG wird im aktuellen Trossinger Jahrbuch in einem Beitrag Ursel Kratts geschildert.Der Musikstadt – hier lebt heute noch seine Schwester Hannelore Götz - blieb Gerhard Neipp also zeitlebens verbunden. Unweit des Hohner-Areals in der Lindenstraße aufgewachsen, begann er seine Lehre in der Firma Hohner im Bau V, in dessen Untergeschoss sich heute das Deutsche Harmonikamuseum befindet.Professor Neipp selbst schrieb 2013 in einem Statement für eine DVD-Publikation des Deutschen Harmonikamuseums: „Als bei Hohner gelernter Mechaniker verfolge ich seit jeher die Entwicklung meiner Heimatstadt und der weltbekannten Harmonikafabrik aus verschiedenen Blickwinkeln mit. Im Harmonikamuseum werden die Geschichte des Unternehmens und die Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt sowie der ganzen Region dokumentiert und die Erinnerung an die früheren Produkte und die damalige Arbeitswelt wach gehalten - zum Nutzen nachwachsender Generationen.“ Seine Karriere nach der Zeit bei Hohner – dort wurde er zum Mechaniker und zum Technischen Zeichner ausgebildet - war überaus steil. Technik-Interesse, Begabung und Fleiß führten ihn über das nachgeholte Abitur und ein Maschinenbau-Studium zu Anstellungen bei Maschinenfabriken.1978, keine 40 Jahre alt, saß er im Vorstand des Unternehmens M.A.N. Verantwortung als Vorstandsmitglied und auch als Vorsitzender übernahm er später bei den renommierten Stahlunternehmen Krupp und Hoesch. Gipfel und Abschluss der beruflichen Karriere bildete die Führungsstelle in einem Unternehmen mit mehr als 100 000 Mitarbeitern: 1995 wurde Gerhard Neipp Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle AG.Auch privates Glück war ihm im Leben beschieden. Im Trossinger Freibad lernte er als Jugendlicher seine spätere Frau Doris kennen. Die Liebe hielt bis heute, also über 60 Jahre. Aus der Ehe von Doris und Gerhard Neipp gingen drei Kinder hervor.

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