„Blasmusiker haben auch in Mathe bessere Noten“

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„Blasmusiker haben auch in Mathe bessere Noten“
Schwäbische Zeitung

Trossingen - Eigentlich hätte es am Mittwochabend ein großes Bläserfest in und um die Musikschule werden sollen.

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Trossingen - Eigentlich hätte es am Mittwochabend ein großes Bläserfest in und um die Musikschule werden sollen. Musikschulleiter Achim Robold hatte erstmals ein Gemeinschaftskonzert der Bläserklassen der Realschule und des Gymnasiums sowie des Vororchesters und des Jugendblasorchesters Trossingen auf die Beine gestellt. Doch zwang das unwirtliche Wetter dazu, das Konzert in die Aula der Löhrschule zu verlegen. Der Saal konnte die vielen Zuhörer kaum fassen und war bis auf den letzten Stehplatz belegt. Vor diesem großen Auditorium eröffnete die Bläserklasse 5 der Realschule unter der Leitung von Peter Hummel den Abend mit Choral Nr. 52, gefolgt von drei weiteren Stücken. Es war erstaunlich, was die Kinder nach nur einem halben Jahr Unterricht schon darboten. Schulleiter Bernhard Kuon unterstrich in seinem Grußwort, wie wichtig Musik und das Spiel in einer Orchestergemeinschaft für die Entwicklung der Kinder sei. Sie biete zu einem persönliche Entfaltung und zum anderen auch das Gemeinschaftsgefühl. „Und, Schüler der Bläserklassen haben auch in Mathe bessere Noten.“ Rektorin Irene Mack vom Gymnasium hob die Einmaligkeit dieses Kooperationskonzepts von allgemeinbildenden Schulen, Musikschule, Bläserbuben und Stadtkapelle heraus. Die Bläserklasse 6 der Realschule unter der Leitung von Franz Kräutle zeigte vor allem mit „Aus der neuen Welt“ ein starkes Rhythmusgefühl. Exakt kamen die Orchestereinwürfe beim Trompetensolo. Mit dem Marsch „School Spirit“ brachten sie amerikanisches Feeling über die Bühne.Michael Vliex, musikalischer Leiter der Bläserklasse 5 des Gymnasiums, hatte das Lied „Heut kommt der Hans nach Haus“ ansprechend für sein Blasorchester arrangiert und jedem Register ein Solo zugewiesen. Außerdem gaben die jungen Musiker „Old Mac Donald had a Farm“ und zwei asiatisch anmutende Tänze zum Besten. Mit sehr kleiner Besetzung präsentierte sich die Bläserklasse 6 des Gymnasiums Trossingen, geleitet von Claudia Schädler, doch waren alle Instrumentengruppen vertreten. Mit der Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, arrangiert von Jakob de Hahn, konnte ein junger Hornisten mit einem gelungenen Solo sein Können unter Beweis stellen. Die Bläserklasse 7 begeisterte das Publikum mit der Filmmelodie „Mission Impossible“, die Dirigent Michael Vliex als Experiment angekündigt hatte. Anschließend kam voller Orchesterklang auf, als die Klassen 6 und 7 zusammen „Blak Diamond“ spielten. Achim Robold erläuterte in seiner Rede die mögliche Entwicklung der jungen Musiker. Vom ersten Ton im Unterricht über die Bläserklassen bis zum großen Orchester wird den Kindern und Jugendlichen eine kontinuierliche Ausbildung am Instrument angeboten. Im Vororchester gibt es dann die Möglichkeit, die D-1 Prüfung abzulegen, was den Weg zum Jugendblasorchester frei macht. Mit 16 Jahren kann der Instrumentalist dann auswählen, ob er bei den Bläserbuben oder in der Stadtkapelle spielen möchte. „Wenn dieses Konzept aufgeht, haben in Zukunft alle Trossinger Orchesterformationen einen ausgeglichenen Spielerstand“, betonte Stefan Halder, Dirigent der Stadtkapelle, in seinem Grußwort.Das Vororchester des Jugendblasorchesters zeigte mit Alfred Bösendorfers „The little Magyar“, was es nach einigen Ausbildungsjahren jetzt drauf hat. Mit sinfonischer Blasmusik präsentierte sich anschließend das Jugendblasorchester unter der Leitung von Florian Reis. In „The Battle of Vanlar“ zeigten Perkussionisten und Schlagzeuger mit Soli eine reife Leistung. Abschließend füllten allen Mitspieler die Bühne, und mit Beethovens „Ode an die Freude“ gelang ihnen ein klangvolles Finale.

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