Zurück auf den Bühnen-Brettern

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Das Ensemble von Bärschs kleiner Bühne (von links oben): Jutta Bärsch, Michael Herrman, Lorenz Weißhaar, Andrea Dieterle und Dir
Das Ensemble von Bärschs kleiner Bühne (von links oben): Jutta Bärsch, Michael Herrman, Lorenz Weißhaar, Andrea Dieterle und Dirk Matyschik (Foto: Bärsch)
Schwäbische Zeitung

Die Corona-Krise hat auch Jutta Bärsch, Leiterin von Bärschs kleine Bühne, Veränder-ungen abverlangt. Doch nun startet die Theatergruppe wieder durch.

„Nachdem klar wurde, dass lange Zeit keine Proben möglich sein werden, musste ich statt der 'Mausefalle’ mit acht Mitspielern, ein personenärmeres Stück finden. Und ich erinnerte mich an 'Ein teuflisches Spiel’, das ich früher mal am Zimmertheater Rottweil gespielt hatte“, so Bärsch. Um mit einer möglichst kurzen Probenzeit, es sind nur zwei einwöchige Probenphasen eingeplant, den Krimi dann vom 9. bis 11. Oktober aufführen zu können, schrieb sie zwei Hauptrollen – die dritte übernimmt Jutta Bärsch, die auch wieder Regie führt, selbst – auf Theater-Portalen aus. Die Rückmeldungen waren, trotz des mageren Gagenangebots, sehr stark. Die Theaterleiterin konnte zwischen 20 Bewerbern für die weibliche - und sechs für die männliche Rolle auswählen. „Die Wahl war nicht leicht, denn alle waren auf ihre Art gut“ so Jutta Bärsch in einer Pressemitteilung weiter.

Die Wahl fiel auf Andrea Dieterle für die Rolle der Claudia. Die gebürtige Rottweilerin steht seit 2007 als Schauspielerin und Musical-Sängerin unter anderem am Gloria Theater Bad Säckingen und im Musical Theater Basel auf der Bühne. Den Part des Playboys Thomas übernimmt Michael H. Herrmann aus Münster. Er spielt am Stadttheater Bremen, Staatstheater Oldenburg, Ensemble Wuppertal und Theater Aachen.

Das Ensemble wird ergänzt von Dirk Matyschik als Anwalt Turini, der in der Trossinger Musikszene als Produzent von „Trossbinol“ bekannt ist. Ein vertrautes Gesicht ist Lorenz Weißhaar in der Rolle des Kriminalassistenten.

Und worum geht es? Annabell, eine reiche Erbin, ist mit dem Playboy Thomas, der ihr Geld mit vollen Händen zum Fenster rauswirft, seit drei Monaten verheiratet. Als sie den Geldhahn zudreht und mit Scheidung droht, reagiert Thomas mit Morddrohungen. Die Rettung scheint Peter, Thomas schüchterner, liebenswerter Bruder zu sein. Er gleicht ihm wie ein Zwillingsbruder und will Annabell helfen, sich von Thomas zu trennen. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse, wer ist wer, wer ist gut, wer ist böse.

Die Hausangestellte Claudia, die mit Peter verlobt ist, gerät auch in den Strudel des teuflischen Spiels. Welche Rolle spielt in all dem der Anwalt Turini ? Ist Annabell wirklich eine geisteskranke Mörderin? Fragen über Fragen. Zum Ende erkennt das Publikum, nichts ist so wie es scheint.

Jutta Bärsch und ihr Team hofft jetzt nur, dass im Oktober wieder mit wenigen Einschränkungen gespielt werden darf.

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