Zeichen, Buchstaben und Emojis

Lesedauer: 3 Min
Mit Schriftzeichen haben sich die Schüler der Malschule Astrid Kurse für die diesjährige Vernissage „Schon gelesen?“ beschäftigt
Mit Schriftzeichen haben sich die Schüler der Malschule Astrid Kurse für die diesjährige Vernissage „Schon gelesen?“ beschäftigt. (Foto: Tzu-Hsuan Chuang)
Tzu-Hsuan Chuang

„Was kann man nicht alles lesen? Schon gelesen?“ heißt es in der diesjährigen Ausstellung der Malschule Astrid Kruse. Bilder mit verschiedenen Schriften und Darstellungen in deutscher, englischer, französischer, russischer, japanischer und sogar in elbischer Sprache sind im ersten Stock der Musikschule Trossingen zu finden. Die kleinen und großen Malschüler von sechs bis 17 Jahren der Malschule Astrid Kruse befassten sich mit der mittelalterlichen Buchkunst und ließen ihren Fantasien freien Lauf.

Astrid Kruse, Leiterin der Malschule, erzählte den Besuchern ausführlich über die Geschichte und Entstehung der Schrift. Dabei ließ sie nichts aus. Sie berichtete von den geritzten Symbolen in Felsen, den chinesischen Schriftzeichen, den Hieroglyphen, den Runen, den Zahlen bis hin zu Notenschriften. Alles was man lesen kann.

Astrid Kruse: „Hatte Thema schon lange auf dem Plan“

Anhand der Frage „Wie würden Sie sich schriftlich ausdrücken, wenn niemand ihre Sprache spricht?“ leitet sie ins Thema ihrer Vorstellung ein. Zur Veranschaulichung, wie sich die Schrift entwickelt hat, zeigte sie Lichtbilder und forderte auch mal die Besucher dazu auf, einen Text mit vertauschter Reihenfolge der Buchstaben in den Wörtern zu lesen.

„Das Thema habe ich schon lange im Hinterkopf. Mit der Frage ‘Was kann man lesen und wie?’ stellen die Schüler ihre Fantasien in den verschiedensten Darstellungen dar“, erzählte Astrid Kruse. „Zum Beispiel auch in Graffiti, das gerade bei den jungen Leuten aktuell ist.“ Bevor Kruse die Ausstellung eröffnete, griff sie auf die Anfangsfrage zurück und verwies auf die heutige Möglichkeit, sich auch ohne Schrift zu verständigen. „Jeder der ein Handy hat, nutzt auch fast immer Zeichen wie Emojis“, erläuterte sie und brachte die Besucher damit zum Lachen. Musikalisch wurde die Vernissage von zwei Gesangsschülerinnen der Musikschule, Anna Genserich und Elodie Hochheuser, beide aus der Klasse von Maria-Martinez-Gabaldon, begleitet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen