„Wir müssen uns darauf einlassen“

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 Gabriele Großbach (hinten links stehend) beim Seniorennachmittag in Schura.
Gabriele Großbach (hinten links stehend) beim Seniorennachmittag in Schura. (Foto: Moni Marcel)
Moni Marcel

Zahlreiche Senioren haben sich kürzlich im evangelischen Gemeindehaus in Schura getroffen, um gemeinsam zu singen, zu beten und Kaffee zu trinken.

Ein Lied von Paul Gerhardt machte den Auftakt, und Worte von Pfarrerin Gabriela Großbach. Sie stellte den Psalm 37 in den Mittelpunkt ihrer Gedanken, und die meist nicht vorhersehbaren Wege, die einem das Leben vorgibt. „Befiehl dem Herrn Deine Wege und er wirds wohl machen.“ Sie verglich das Leben mit einer Wanderung, die man allerdings nur einmal machen kann, und auch ist es nicht möglich, die schönen Strecken ein zweites Mal entlang zu gehen. „Wir haben nur eine vage Vorstellung von den Etappenzielen“, man könne sich Stationen vornehmen, „"aber ob man ankommt - wir wissen es nicht.“ Manchmal werde man auch gar nicht gefragt, sondern einfach auf einen Weg gestellt. „Wir müssen uns darauf einlassen“, so Großbach.

Wer sich darauf einlasse, der könne sich oft über unerwartete Begegnungen freuen, die Neues zeigen, Hilfe bringen oder neue Fähigkeiten aufzeigen. , von denen man lernen, Hilfe bekommen könne, Fähigkeiten entdecken, die man nicht erwartet hätte.

Gemütliche Gespräche bei Kaffee und Kuchen und musikalischer Umrahmung durch eine Zithergruppe folgten. Für viele Teilnehmer eine willkommene Gelegenheit, auf bekannte Gesichter zu treffen und die Möglichkeit für einen Plausch zu haben.

Außerdem stellte Kerstin Kunke die Hospizgruppe Trossingen vor. Sie und ihre Mitstreiter unterstützen schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Familien. Sie begleiten und helfen mit, das letzte Stück des gemeinsamen Lebensweges so angenehm und schön wie möglich zu gestalten. Und das bei den Familien zuhause oder in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, hier sind sie einfach da, hören zu, sprechen mit den Menschen über Leben und Tod, über Sterben und Abschied nehmen, sofern sie das selbst auch möchten. Die Hospizgruppe Trossingen arbeitet ehrenamtlich, die Mitarbeiter sind speziell geschult und ihr Angebot kostenfrei. und für alle Konfessionen offen.

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