Sein ganzes Können zeigte der Kirchenchor bei dem Abendkonzert.
Sein ganzes Können zeigte der Kirchenchor bei dem Abendkonzert. (Foto: Elke Reinauer)
Elke Reinauer

Klangvollen liturgischen Gesängen und geistlichen Liedern haben am Samstagabend in der evangelischen Kirche Schura zahlreiche Zuhörer gelauscht. Unter dem Titel „Laudate Omnes Gentes“ gab der Kirchenchor ein Abendkonzert. Amelie Schirmer hatte die Gesamtleitung.

An diesem Abend wechselten sich fröhliche und besinnliche Stücke mit Klavier (Joachim Kaspar) und Orgel (Thomas Link) ab. Der Chor sang Kirchenlieder auf Englisch, Deutsch, Französisch und Latein. Er zeigte sein breitgefächertes Repertoire von Taizé-Gesängen bis zum modernen Kirchenlied.

Das Publikum genoss jede Minute des Konzerts, spendete zwischendurch kräftigen Beifall. Den Auftakt machte „Liebster Jesu, wir sind hier“ von Johann Sebastian Bach. Von Anfang an hörte man, dass dieser Chor vom Sopran bis zum Tenor eine sehr saubere Intonation besitzt. Es folgte der Taizé-Gesang „Bless the Lord, My Soul“. Fröhlich erklang „Gloria sei dir gesungen“, und darauf „Cantate dominum“ und das Klavierstück „Hope“, meisterhaft von Joachim Kaspar gespielt. Das Thema „Licht“ zog sich durch die Lieder des ersten Konzertblocks. Weiter folgte eine Lesung des Psalms 130, der auf das Thema „Aus der Tief rufe ich zu dir“ einstimmte und sich in dem gleichnamigen Lied fortsetzte. Der Sopran sang den Beginn des Liedes allein, die anderen Stimmen setzten nach und nach ein. Einen gewaltigen Klangteppich breitete der Chor mit diesem Gesang in der Kirche aus.

„Du bist der Weg“, das bekannte Kirchenlied, stimmte auf das Thema Gottes Wege ein. „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“ hieß es in einem weiteren Kirchenlied. Dazwischen spielte Joachim Kaspar eine Pop-Ballade von Billy Joel am Piano: „Leningrad“. Wer den Text kennt, der weiß, dass es in diesem Lied um einen Clown geht, den der Sänger in Sankt Petersburg traf, und der ihm vom Krieg erzählte. Der Klavierpart des Songs erinnerte jedoch an ein klassisches Werk. Mit einem grandiosen Orgelstück schloss dieser Konzertteil. Thomas Link zeigte, was er mit Händen und Füßen aus der Kirchenorgel an klanggewaltigen Tönen herauszuholen vermochte. „Toccata alla celtica“ von Hans André Stamm belohnten die Zuhörer mit großem Applaus.

Nach einer Lesung des „Vater unser“ als Liturgie sang der Chor weitere Taizé-Gesänge und das bekannte neue Kirchenlied „Freunde, dass der Mandelzweig“ von Fritz Baltruweit. Bei „Lobe den Herrn meine Seele“ sangen alle mit und machten dem Titel des Konzerts „Laudate Omnes Gentes“ jede Ehre, so dass die Chorleiterin befand, das Publikum könne gleich am nächsten Dienstag zur Probe erscheinen. Nach einem gesungenen Segen und zwei Zugaben klang das Konzert aus.

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