Von der finnischen Suite bis zum US-Musical

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Tzu-Hsuan Chuang

Seine große musikalische Bandbreite hat das Hohner- Akkordeonorchester 1927 am Samstagabend im Konzerthaus gezeigt. Zu Gast beim Jahreskonzert war das Trossinger Mundharmonikaensemble Harmonicamento, bestehend aus Brigitte Burgbacher, Kathrin Gass, Birgit Käfer und Gerhard Müller.

Unter der Leitung von Johannes Baumann eröffnete das Orchester den Abend mit der dreiteiligen „Karelia-Suite“ des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Diese setzt sich aus einem Intermezzo, einer Ballade und einem Marsch zusammen. Komponiert hatte Sibelius sie 1894 für ein Studentenorchester.

Anschließend riss Musik aus dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß das Publikum mit. Die Operette, die von Fritz Dobler für Akkordeon arrangiert wurde, zeigt musikalisch die Gegensätze zwischen der feinen österreichischen Gesellschaft und den Zigeunern auf, was den Musikern schnelle Wechsel zwischen den Stimmungen und Stilen abverlangt.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete auf hohem Niveau das Mundharmonikaensemble Harmonicamento. Bei ihrem lustigen Stück „Typewriter“ erscheint auch die Schreibmaschine auf der Bühne, auf der Gerhard Müller das eingespielte Ensemble begleitete. Mit der Vorstellung der einzelnen Instrumente und ihren Spielwitzen brachten sie das Publikum nicht nur einmal zum Lachen.

Für das Finale traten dann nochmals die Musiker des Akkordeonorchesters auf die Bühne und spielten aus der „West Side Story“. Die Musik aus dem US-amerikanischen Musical stammt von Leonard Bernstein, der Jazz, klassische Oper und lateinamerikanische Tanzmusik kombinierte.

Das Jahreskonzert nahm sein Ende mit einem letzten gemeinsamen Stück des Hohner Akkordeonorchesters und des Ensembles „Harmonicamento“.

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