„Vollpension für Insekten“

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Die Solwegschüler zeigen die Pläne für die fünf Insektenhotels, die auf dem Friedhof aufgestellt werden sollen. Das Projekt unt
Die Solwegschüler zeigen die Pläne für die fünf Insektenhotels, die auf dem Friedhof aufgestellt werden sollen. Das Projekt unterstützen Astrid Bertsche von der Berufliche Bildung gGmbH (BBQ), Helmut Kapp von der Firma Kapp Gartenbau, Gerhard Gnann (Foto: Larissa Schütz)
Schwäbische Zeitung

Der Trossinger Friedhof soll ein Anflugsziel für Insekten werden. Maßgeblich dazu beitragen werden zehn Schüler der Solwegschule, die derzeit die Insektenhotels entwerfen und bauen, die auf dem Friedhof aufgestellt werden.

Betreut wird das Koobo-Projekt von Astrid Bertsche von der Berufliche Bildung gGmbH (BBQ). Koobo dient der Förderung der beruflichen Orientierung. Schüler arbeiten gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern ein Schuljahr lang an der Lösung eines realen beruflichen Problems. Am Ende steht ein Produkt, eine Lösung oder eine Präsentation - im Fall der Solwegschuler sechs Insektenhotels.

Fünf davon sollen auf dem Friedhof Platz finden, für das sechste suche die Schule noch einen Standort, so Gerhard Gnann. In der Vergangenheit hatte Dieter Görlich-Heinichen, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, seinen Garten angeboten, erinnert sich Gnann. Görlich wohnt nicht weit von der Schule entfernt, womit die Schüler auch hier die Möglichkeit hätten, sich anzuschauen, wie sich die Insekten in den Hotels ansiedeln. „Auf dem Friedhof werden wir auch Blühwiesen anlegen, damit die Insekten Nahrung finden“, kündigt Friedhofsverwalterin Ursel Gula an. „Als praktisch eine Vollpension für Insekten.“

Am Koobo-Projekt beteiligen sich zehn Schüler der Hauptstufe 2. Mit dem Thema Insekten beschäftigt sich allerdings die ganze Schule, sei es in Biologie oder beim Werken, wie Gnann berichtet.

Die Insektenhotels sollen im späten Frühjahr aufgebaut werden. „Das Aufstellen geht dann schnell“, sagt Helmut Kapp von der Firma Kapp Gartenbau, „aufwendig ist die Herstellung.“ Die decke zahlreiche verschiedene Lernfelder ab, so Gnann - sei es das Rechnung mit Excel-Tabellen, die Planung, das Erstellen von Stücklisten oder die handwerkliche Tätigkeit. Astrid Bertsche fügt hinzu: „Damit gibt das Projekt den Schülern auch einen Einblick in verschiedene Berufe.“

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