Trossinger Talente heimsen viele Preise ein

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 Alle Preisträger, die sich musikalisch vorstellten, stellten sich mit Bürgermeister Clemens Maier (rechts) und ihren Lehrern zu
Alle Preisträger, die sich musikalisch vorstellten, stellten sich mit Bürgermeister Clemens Maier (rechts) und ihren Lehrern zum Gruppenbild auf. (Foto: Cornelia Addicks)

Applaus von den Zuhörern und Lob von Bürgermeister Clemens Maier: Elf der 16 Preisträger beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ haben sich am Donnerstagabend in der Musikschule bei einem Konzert vorgestellt.

Zur Jahreszeit passend trug Kolja Gaymann mit großem Elan den „Classic Carneval“ vor. Diese „Programmatic Sonatina“ wurde 1960 von dem Amerikaner William Gillock komponiert. Das Allegro assai aus Beethovens „Sonatine in F-Dur“ perlte locker aus dem Flügel, als Eunike Olivia Brotzmann einen Teil ihres Wettbewerb-Programms präsentierte. Erst sieben Jahre alt und schon Komponist: Samuel Schnepf hatte, wie vom Ausrichter, dem Deutschen Musikrat, ausdrücklich für Drum Set (Pop) gefordert, die Juroren auch ein eigenes Stück hören lassen und spielte „Samy’s Beats“ locker, aber dennoch konzentriert im Saal der Musikschule.

Die junge Pianistin Clara Merkel hatte Fazil Says Jazzvariante von Mozarts „Rondo alla Turca“ ausgewählt und spielte die Variationen 1 bis 7 samt der rasanten 16tel-Ketten fetzig und gekonnt. Für ihre souveräne Umsetzung von „Tamburin“, einem der anspruchsvollen neun „kleinen Stücke“, die Béla Bartók 1926 geschrieben hat, erhielt Jolina Krüger ebenfalls kräftigen Beifall. László Rossa, ein weiterer ungarischer Komponist, komponierte „An Irish folksong and dance“, den das Kammermusik-Trio aus Livia Anne Mittermaier und Anne Tedesco (Violinen) sowie Kathy Binefeld (Cello) vortrug.

Zurück zum Drum-Set: Tom Zumkeller zeigte mit seiner Eigenkomposition „The Circle“ eine reife Leistung, bis hin zum zart verhauchenden letzten „ratatat“ auf der Snaredrum. Das Akkordeon-Duo Erik und Julian Schall ließ mit Astor Piazzollas „La misma pena“ etwas Wehmut aufkommen, die sich aber bei der anschließenden Verleihung der Urkunden und dem Empfang kleiner Geschenke aus den Händen des Stadtoberhaupts und der stellvertretenden Leiterin der Musikschule, Sabine Kölz, rasch in Freude wandelte.

Zur 57. Runde des renommierten Wettbewerbs waren junge Solisten (Klavier, Harfe, Gesang, Drum Set (Pop) und Gitarre (Pop) sowie Ensembles in den Bereichen Streicher, Bläser, Akkordeon-Kammermusik und Neue Musik zugelassen. Die Musikschule Schramberg richtete den Regionalwettbewerb für den Bereich Schwarzwald-Baar, Heuberg und Rottweil aus. Schüler der Trossinger Musikschule kehrten mit 13 ersten (21 bis 25 Punkte) und drei zweiten Preisen zurück. Die Preisträger aus der Stadt Trossingen sind Livia Mittermaier (Violine) und die Cellistin Kathy Binefeld (22 Punkte), die Pianistinnen Jolina Krüger (21 Punkte) und Eunike Brotzmann (20 Punkte) und der Pianist Kolja Gaymann (19 Punkte). Je 23 Punkte erzielten das Akkordeonduo Erik und Julian Schall und der Drummer Tom Zumkeller. Diese drei und drei weitere Trossinger Musikschüler werden Ende März am Landeswettbewerb in Tuttlingen und Waldstetten (Drum Set) zusammen mit 1700 anderen jungen Talenten aus den höheren Altersgruppen teilnehmen.

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