Trossinger düst allen davon

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Siegerehrung
Der Trossinger Tommy Schuler (Bildmitte mit roter Kappe) bei der Siegerehrung in Oschersleben. (Foto: pm)
Silvia Müller

Seit beinahe 40 Jahren fährt der Trossinger Thomas (Tommy) Schuler Motorradrennen – und das mit beachtlichem Erfolg. Kürzlich hat er an einem Langstreckenrennen in Oschersleben teilgenommen und gemeinsam mit seinem Teampartner Ralf Eckert einen ersten Platz belegt.

Tommy Schuler ist im Motorradrennsport in zwei Disziplinen aktiv: Zum einen in den „European Endurance Classic Cups“, kurz EECC, das sind Langstreckenrennen, die über vier Stunden laufen, in denen er sich zu Hause fühlt. Sie werden im Team mit bis zu drei Fahrern gefahren. Zum anderen nimmt der Trossinger an Sprint-Rennen der „Classic Super Bike“- Wettbewerbe, kurz CSBK, teil.

Der Sieger des EECC wird in einer Serie von vier Rennen ermittelt. Sie werden in Le Castellet (Frankreich), in Oschersleben (Deutschland), in Spa (Belgien) sowie in Misano (Italien) gefahren. „Allerdings ist mir aus technischen Gründen, dieses Jahr nur die Teilnahme am Rennen in Oschersleben möglich“, sagt Tommy Schuler. Die anderen Rennen geraten aufgrund ihrer Dauer in die Dunkelheit, und dafür sei sein Motorrad nicht ausgestattet, so Schuler.

Doch genau das Rennen in Oschersleben stand unter recht ungünstigen Vorzeichen. Nach dem Motto zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu, endete das erste Training von Tommy Schuler, weil er auf der Ölspur eines Konkurrenten ausrutschte. Die Rennmaschine konnte wieder fahrbereit gemacht werden, da endete das Training des Teampartners Ralf Eckert wegen eines Motorschadens. In einem nächtlichen „Schrauber-Einsatz“ wurde ein Ersatzmotor eingebaut. Das war möglich, weil Ralf Eckert als Zweiradmechaniker-Meister die fachliche Kompetenz sowie die weiteren Teammitglieder die nötige Motivation und auch das angeeignete Können hatten.

Gestartet wird EECC, indem die Fahrer von einem Startplatz aus zu ihrer Maschine sprinten und dann losfahren. Vor dem Hintergrund der Ereignisse des Teams Schuler-Eckert mussten sie sich mit Startplatz sieben zufriedengeben. Das Rennen in ihrer Klasse dann doch noch zu gewinnen, war viel mehr, als sie sich erhofft hatten.

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