Trossingen hat jetzt zwei Mitfahrbänkle

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Ein Video über das Mitfahrbänkle in der Hauptstraße finden Sie unter

www.schwaebische.de/trossingen

Hinsetzen, warten und sich mitnehmen lassen: Das ist der Gedanke hinter den „Mitfahrbänkle“ am Straßenrand. Wer darauf sitzt, signalisiert Autofahrern, dass er gerne mitgenommen werden möchte. Auch Trossingen und Schura haben jetzt jeweils eine solche Bank.

Das Mitfahrbänkle in Trossingen ist an der Hauptstraße Richtung Aldingen vorm Geschäft Obst Hauser platziert, in Schura steht es vor der Filiale der Volksbank in Richtung Trossingen. Gespendet wurden die Bänke von Ursula Kratt und der Trossinger Volksbank. Installiert wurden sie von den Mitarbeitern des Bauhofs.

Die Initiative dazu hat Ursula Kratt ergriffen, als sie vor rund anderthalb Jahren durch die Gemeinde Deißlingen fuhr und dort ein Mitfahrbänkle entdeckte. „Noch am selben Tag habe ich in der Zeitung über das Konzept gelesen“, erzählt Kratt, die in der Musikstadt durch ihr Immobiliengewerbe und ihr Engagement bei der Werbegemeinschaft Trossingenactiv bekannt ist, „Ich fand es eine tolle Idee, und dachte mir: sowas brauchen wir in Trossingen auch.“

Also rief Kratt bei der Stadt Trossingen an, um der Verwaltung den entsprechenden Vorschlag zu bereiten. Da sie anlässlich ihres Geburtstages den Trossingern etwas Gutes tun wollte, bot sie an, der Stadt ein Mitfahrbänkle zu stiften.

Auf Anfrage der Stadt erklärte sich auch die Volksbank direkt bereit, eine zweite Bank zu spenden. Die Verbindungsstrecke von Schura nach Trossingen sei dazu auch sehr gut geeignet, meint Michael Weisser, Vorstandsvorsitzender der Volksbank.

Suche nach passenden Standorten

Ganz einfach habe sich die Sache allerdings nicht dargestellt, räumt Bürgermeister Clemens Maier ein, denn die Suche nach einem passenden Standort für die Bänkle gestaltete sich als schwierig. „Es muss ein Platz an der Straße sein, darf aber weder den Gehweg, noch Parkplätze, noch Ausfahrten beeinträchtigen“, erläutert Maier. Auch ein Auto müsse problemlos kurz halten können, ohne den restlichen Verkehr zu behindern, damit die Wartenden einsteigen können. Mit den jetzigen Standorten in der Hauptstraße und der Langen Straße ist der Bürgermeister aber vollauf zufrieden: „Ich denke, hier im öffentlichen Raum passen die Mitfahrbänkle sehr gut hin.“

Ursula Kratt ist gespannt, ob die Bänkle gut angenommen werden. Dass sie gebraucht werden, davon ist sie überzeugt: „Es gibt Leute hier in Trossingen, die zum Beispiel nach Schura trampen. Ich habe schon einige mit dem Auto mitgenommen“, berichtet sie. Und gerade auch für ältere Leute sei das Mitfahrbänkle sinnvoll. Als eine gute Sache hatte das Konzept auch der Trossinger Ortsseniorenrat bezeichnet, als die Räte im vergangenen Jahr von der Stadt gebeten wurden, Ideen zu möglichen Standorten zu sammeln.

Im Trossinger Umkreis stehen bereits mehrere Mitfahrbänkle in den Gemeinden Aldingen mit Aixheim, Balgheim, Frittlingen, Denkingen, Deißlingen mit Lauffen und Wellendingen mit Wilflingen. Die Mitfahrbänkle sollen als eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr dienen.

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