Trachtengruppe Trossingen hält schöne Tradition aufrecht

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 Licht und Wärme teilen, das war in früheren Zeiten der Anlass für die Z’Lied Obende.
Licht und Wärme teilen, das war in früheren Zeiten der Anlass für die Z’Lied Obende. (Foto: Franziska Gabbert)
Schwäbische Zeitung

Unlängst hat zum 16. Mal der alljährliche Z`Lied Obend der Trachtengruppe Trossingen im Alten Rat- und Schulhaus stattgefunden. Zur Einstimmung unterhielt das Akkordeon-Studio Trossingen die zahlreichen Gäste, bevor das eigentliche Programm anfing. Der Abend stand diesmal unter dem Motto „Wenn der Postmann zweimal klingelt“.

Zur Stärkung gab es Deftiges, unter anderem Wurstsalat, Schmalzbrot sowie Apfel-Birnen-Moschd. In den Pausen wurden die traditionellen Hippenhüpfer angeboten, die wegen der großen Nachfrage ausgingen, so eine Pressemitteilung.

Jedes Jahr ist es eine Herausforderung für den Verein, insbesondere für die Vorsitzende Ursel Hohner, diesen Abend zu stemmen und das entsprechende Motto zu finden. Diesmal war es „Wenn der Postmann zweimal klingelt“. Das Programm war wieder sehr abwechslungsreich´: Die Wuschels zeigten als Einstieg das Singspiel „Zeigt her eure Füße“. Übergroße Postkarten bekam Ursel Hohner von verschiedenen Familienmitgliedern und Bekannten zugeschickt, so auch von Sohn Erich aus Tübingen. Der machte sich Gedanken über die Nachhaltigkeit, die von den Wuschels Julia, Alina und Amelie in einer Wochenmarktszene dargestellt wurde. Hierbei brachte eines der Mädchen eine leere Bananenschale zurück zur Marktfrau mit der Bitte, diese wieder zu befüllen.

Sie stieß dabei auf Unverständnis: „Bananenschalen schmeißt man doch weg“. Falsch gedacht: „Wenn der Tank beim Auto leer ist, dann schmeißt man es auch nicht weg, sondern tankt es wieder auf. Kein Wunder also, dass bei solcher Verschwendung alles wirtschaftlich kaputt geht. Auf einer der Postkarten war auch zu lesen, dass man von der Bahn unter anderem ein Lied singen könne. Das dann gemeinsam gesungene Lied „Auf der Schwäbsche Eisebahne“ wurde von Jana und Amelie Hohner mit ihren Geigen und Franz Samson auf seinem Akkordeon begleitet.

Lachsalven löste Monika Kopp aus, die als Freundin von Ursel Hohner von Schwenningen nach Trossingen mit dem Zug unterwegs war. Sie wollte unter keinen Umständen der Schminkfreudigkeit ihrer Mitfahrerin nachstehen. Da wurde der Topfdeckel zum Schminkspiegel, Butter wurde zur Gesichtscreme, Tomatenmark war der Lippenstiftersatz, die neu gekaufte Stumpfhose wurde zum Schal umfunktioniert und der Topf wurde die neueste Hutkreation.

Nach weiteren Gedichten, Geschichten und Sketchen und gemeinsam gesungenen und von Franz Samson begleiteten Liedern kam endlich das von Ursel Hohner erwartete Paket an, gefüllt mit vielen Postkarten – acht verschiedene Motive mit der Trossinger Trachtengruppe, die von den Besuchern gekauft werden konnten. Nach den Beiträgen spielte Franz Samson noch zur Unterhaltung auf.

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