Teilnehmer lernen Backen wie die Profis

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Es ist gar nicht so einfach, merkten die Teilnehmer, aber es macht Spaßc: Backen wie die Profis mit Martin Fuchs (Dritter von re
Es ist gar nicht so einfach, merkten die Teilnehmer, aber es macht Spaßc: Backen wie die Profis mit Martin Fuchs (Dritter von rechts).
Schwäbische Zeitung
Silvia Müller

„Backen wie die Profis“ – dieser Kurs der Volkshochschule hat so manchen Hobbybäcker in die Löhrschule in Trossingen angelockt.

Heide Glunz kam, weil sie neugierig geworden war. Ihr Ehemann Eberhard hatte an einem früheren Kurs teilgenommen und das Ergebnis begeisterte Heide. So kam das Ehepaar diesmal gemeinsam. Marianne Albrecht aus Spaichingen hatte im VHS-Programmheft von dem Kurs erfahren. So war es auch bei Claudia Matschijewski aus Aldingen. Sie informierte gleich ihre Freundin Ines Yalim aus Schwenningen.

Die wiederum schenkte den Kurs ihrer Schwester Sonja Dayan zum Geburtstag. So war es eine nette Gruppe mit einem Mann als „Hahn im Korb“. Und dem Bäckermeister Martin Fuchs, der seit dem Jahr 2010 als Profi schon vielen Kursteilnehmern das Backen von schmackhaftem Gebäck beigebracht hat.

Martin Fuchs händigte jedem Kursteilnehmer die Rezeptblätter mit Tipps und Hinweisen aus. Los ging es mit dem Teig für Roggen-, Speck- und Zwiebelbrötchen. Die Zutaten in der großen Rührschüssel zusammengemischt, schaltete er die Knetmaschine ein. Da entwickelte sich auch gleich ein angeregtes Gespräch zum Thema Mehle und ihre Qualität. Der Bäcker beantwortete auch ausführlich Fragen zur Wassertemperatur und Wassermenge. „Lasst uns rasch weiter machen, sonst reicht die Zeit nicht und vor allen Dingen geht der Teig auf“, mahnte Fuchs schließlich.

Brötchen verlangen Fingerfertigkeit

Er portionierte den Teig und die Teilnehmer waren zum ersten Mal dran. Sie sollten die kleine Teigmenge zu einer Kugel formen, so dass ein Brötchen daraus wird. Während die Hände des Bäckermeisters sich routiniert bewegten und rasch ein wohl geformtes Brötchen sichtbar wurde, fiel manchem schon die Koordination schwer, den Teig unter der Hand auf der Tischplatte kreisen zu lassen und dabei die Finger richtig zu halten, damit die gewünschte Form entsteht. „Die Roggenweckle machen wir rund, die Speckwecken rechteckig und die Zwiebelwecken dreieckig“, schlug Martin Fuchs vor.

Beim Teig für die Wasserweckle entwickelte sich ein Gespräch über die Zugaben von Butter oder Margarine. „Backen wie die Profis“, bedeutete auch, dass die Teilnehmer vom Fachwissen des Bäckermeisters profitieren konnte. Sie erfuhren von den geschmacklichen Unterschieden, aber auch vom unterschiedlichen Einfluss auf den Teig.

Nach dem Formen der Teiglinge wurden diese auf ein Backtuch gesetzt. Auch hier war Neues zu erfahren. Nämlich, dass es nicht immer richtig ist, die Teigstücke während der Reifung mit einem Tuch abzudecken, eine Garfolie sei dafür viel besser geeignet. Auch die Frage ob nur Ober- und Unterhitze oder ob Umluft, war ein Thema.

Endgültig kompliziert wurde es, als Martin Fuchs ankündigte „so jetzt machen wir das handeingeschlagene Salzweckle. Einen kleinen Zipfel herausziehen und einschlagen, bis ihr einmal rum seid“, erklärte er. „Das machen die Lehrlinge in der Zwischenprüfung“, so Martin Fuchs. „Und wir sollen das schon nach zwei Stunden können“, meinte Eberhard Glunz.

Dann hieß es „Hörnchen rollen“. – „das ist die höchste Kunst des Backens“, so der Meister. Zwischenzeitlich waren die Speck- und Zwiebelbrötchen fertig und der Duft der frisch gebackenen herzhaften Brötchen zog durch die Küche. Wir konnten uns nicht beherrschen und nahmen eine erste Kostprobe. Ein kollektives „hmmm“ raunte durch den Raum.

Sonja Dayan und Ines Yalim freuten sich, „die Weckle die wir jetzt mitnehmen bekommen die Kinder und unsere Ehemänner morgen zum Vesper“, erklärten die Schwestern.

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