Symbolischer Spatenstich für die Erlebniswiese

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Silvia Müller

Mit 999 999 Euro aus dem Programm soziale Städtebauförderung unterstützt das Land Baden-Württemberg das Trossinger Projekt Erlebniswiese. Wie diese aussehen wird, stand im Mittelpunkt des Tags der Städtebauförderung am Wochenende.

Durch diesen Zuschuss halbiert sich für die Stadtverwaltung der finanzielle Aufwand. Rund 1,8 Millionen Euro soll die Erlebniswiese insgesamt kosten. Bürgermeister Clemens Maier erläuterte, dass das Konzept für das Gelände gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erarbeitet wurde. „Ich bedanke mich an der Stelle für ihr Mitdenken. Es macht Sinn, dass diejenigen an der Planung beteiligt werden, die nachher auch die Nutzer sind“, sagte Maier.

Der Rottweiler Landschaftsarchitekt Harald Sailer hatte die Erschließungs- und Wegeführungsplanung sowie die Einfügung in das Gelände. übernommen. Alle sportlichen Aspekte fielen in die Verantwortung von Design Concepts aus Münster, ein Fachplaner für Sportanlagen.

Am Eingang zum Gelände soll ein Gebäude in Hufeisenform entstehen. Es bildet eine Spange und gibt einen gewissen Rahmen vor. In dem eingeschossigen Bau kommt der Jugendtreff unter, der flankiert wird von Büros auf der einen sowie Lager- und WCs auf der anderen Seite. Vor dem Jugendtreff werden Segelbespannungen für Schutz und Schatten sorgen.

Jede Menge Sportmöglichkeiten

Ein gerader Hauptweg in Richtung des Geländes des Tennisclubs bildet eine der Hauptachsen der Erlebniswiese. Rechts dieses Hauptweges wird eine asphaltierte Bahn mit Wellen und Kurven für Biker aller Altersklassen angelegt. Im dahinter liegenden Bereich in Betonbauweise werden sich künftig Skater austoben und der Dirt-Track ist als ein Rundkurs für fortgeschrittene Biker gedacht. Ein Streetball-Feld wird Stahlgitterzäune erhalten. „So bleibt der Ball, wo er hingehört“, schmunzelte Harald Sailer.

Zentral vor dem Jugendtreff sollen eine Liegewiese entstehen, ein Spielplatz und ein Slackline-Bereich. Zwischen den einzelnen sportlichen Angeboten werden immer wieder Treffpunkte geschaffen.

Die bereits vorhandenen Sportgeräte werden in der Bauphase ab-, später dann wieder aufgebaut. Die Erde, die ausgehoben werden muss, wird zwischen der Erlebniswiese und den Tennisplätzen aufgeschüttet und mit einer Feldhecke bepflanzt, um das Gelände optisch zu begrenzen und um einen ökologischen Ausgleich zu schaffen.

Was den Zeitplan betrifft, sagte Harald Sailer, dass die Pläne vom Gemeinderat genehmigt werden müssten, dann folge die Ausschreibung und im nächsten Frühjahr könne Baubeginn sein.

„Ich finde es gut, dass hier an alle Altersklassen gedacht wurde“, sagte Miriam Faitsch, die das Projekt als Erzieherin interessiert beobachtet. „Das hier ist ein Leuchtturmprojekt. Ich als Rottweiler sage, dass ich stolz darauf bin, was hier in Trossingen entsteht“, erklärte Harald Sailer.

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde die Trossinger Erlebniswiese abschließend auf den Weg gebracht.

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