Stadt warnt vor Panik und Ignoranz

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 Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass sie keine medizinische Beratung leisten kann und verweist auf das Landratsamt und da
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass sie keine medizinische Beratung leisten kann und verweist auf das Landratsamt und das Gesundheitsamt. (Foto: Archiv: Schütz)
Schwäbische Zeitung

„Panik und Ignoranz – beides sind keine guten Ratgeber“, fasst die Stadtverwaltung Trossingen ihre aktuelle Direktive zusammen. In einer Pressemitteilung nennt Bürgermeister Clemens Maier Maßnahmen, wie die Stadt dazu beitragen möchte, das Ausbreiten des Corona-Virus zu verlangsamen. Unter anderem gibt es eine Einkaufshilfe für alte oder kranke Menschen.

„Wir haben uns daher dazu entschieden, nicht zuletzt wegen unserer Vorbildfunktion, städtische Veranstaltungen im Konzerthaus und Kesselhaus ab Montag, 16. März, bis zum 20. April zu verschieben. Konkret betroffen ist beispielsweise die Sportlerehrung, die wir zusammen mit den sporttreibenden Vereinen durchführen und Erich Kästners „Die 13 Monate“ im Konzerthaus. Von Seiten der Agentur wurde auch unser Saison-Highlight ’Forever Amy’ für den 30. April abgesagt“, so der Bürgermeister. Die Stadt werde versuchen, Ersatztermine zu vereinbaren. Die bereits gekauften Eintrittskarten behielten ihre Gültigkeit, so die Mitteilung weiter.

Weil die Stadt noch nicht für alle Veranstaltungen eine endgültige Lösung gefunden hat, bittet sie „um Geduld und darum, momentan von etwaigen telefonischen Rückfragen abzusehen. Über Ersatztermine oder Absagen informieren wir alle, die ein Ticket über unseren Online Ticketshop gekauft haben, persönlich per Mail, telefonisch oder über die Medien und über unsere Homepage.“

Doch nicht nur städtische Veranstaltungen sind von der Corona-Problematik betroffen. „Bei Veranstaltungen von Kirchen, Vereinen und von privater Seite über 200 Teilnehmern empfehlen wir ebenfalls zu verschieben. Unter 200 Teilnehmer empfehlen wir zu überlegen, ob die Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt zwingend stattfinden muss“, so der Bürgermeister weiter. „Abwägen sollten Sie dabei, ob Risikogruppen, also vor allem ältere Menschen, zu den Besuchern gehören und ob für die Besucher genügend Platz zur Verfügung steht, um Abstand zu halten“, so die Mitteilung weiter. Sollte eine Veranstaltung stattfinden, sei eine lockere Bestuhlung eine Möglichkeit, Abstand zwischen den Teilnehmern zu schaffen. Auch wenn die Verwaltung klar kommuniziert, dass möglichst alle verschiebbaren Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden sollten, so betont sie auch, dass sie den Veranstaltern „die Entscheidung im konkreten Einzelfall nicht abnehmen“ könne.

Das Sozialwerk Trossingen bietet für ältere Trossinger, die aus Vorsicht oder aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst einkaufen können,einen Einkaufsservice an. „Alle notwendigen Dinge des täglichen Lebens können telefonisch bestellt werden“, so die Stadtverwaltung. Der Service sei für eine kleine Gebühr zu haben und die Lieferung erfolge bis an die Haustür. Diese Einkaufshilfe wird von Andrea Schieler, Telefon 25135, werktags von 9 bis 11.30 Uhr organisiert.

Die Stadtverwaltung bleibt bis auf weiteres für den normalen Dienstbetrieb geöffnet, ebenso die Stadtbücherei. „Dennoch werden alle Trossinger gebeten, alle mit der Stadtverwaltung zu regelnden Angelegenheiten möglichst zu verschieben, und nur in dringenden Fällen das Rathaus aufzusuchen.“ Erste Wahl solle die Kommunikation per e-Mail oder Telefon sein. Für persönliche Gespräche sollten vorab Termine vereinbart werden.

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