Stadt nimmt Verkehrsprobleme in Angriff

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Rund ein Jahr ist es her, dass die Anwohner des Gebiets Gölten gegen die geplante Wohnanlage der Wohnbau auf die Barrikade gegangen sind. Im Zuge der Proteste brachten sie auch einige andere Verkehrsprobleme zur Sprache, darunter eine fehlende zweite Feuerwehrzufahrt und Schwierigkeiten am Kreisverkehr. Diese will die Stadt jetzt zeitnah angehen.

Die Planungen für die zweite Feuerwehrzufahrt werden in den kommenden beiden Wochen an einen Fachplaner übergeben, wie Hauptamtsleiter Dieter Kohler im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte. Die Stadtverwaltung habe das Projekt ursprünglich selbst übernehmen wollen, musste es jedoch aufgrund personeller Engpässe auslagern - weshalb es auch erst jetzt in Angriff genommen wird. „Es wurde aber auf jeden Fall nicht vergessen“, versichert Kohler.

Für die Zufahrt soll ein bestehender Weg, der parallel zur bestehenden Einfahrt liegt, ausgebaut und an die Heinz-Mecherlein-Straße angebunden werden. Das ist laut Hauptamtsleiter aber nicht leicht zu planen: „Die Westtangente ist rund einen halben Meter höher als die bestehende Zufahrt“, sagt er, „das muss ausgeglichen werden, eventuell über eine Rampe“.

Hintergrund der Maßnahme: Die Anwohner hatten sich beschwert, dass im Brandfall zum einen die Feuerwehrautos kaum ein Durchkommen in den vollgeparkten Straßen hätten, zum anderen an den Feuerwehrfahrzeugen kein Auto mehr vorbeikomme. Im Zuge des Bürgerprotests hatte die Stadt dann angekündigt, die Feuerwehrzufahrt zur Westtangente auszubauen, damit alle Fahrzeuge der Hilfsorganisation sie problemlos nutzen können. Außerdem soll der Weg an die Westtangente angebunden werden. Tiefbauamtsleiter Frank Zepf hatte die Kosten damals auf rund 40 000 Euro geschätzt. Stand jetzt könne die Stadt allerdings noch nichts zu den Kosten sagen, so Kohler, und auch nicht, wann das Vorhaben fertig sein soll.

Am Kreisverkehr dagegen soll die Problembehebung schneller gehen: Hier hatten Anwohner beklagt, dass die Stelle zwischen Fliederweg und Am Stadtgarten von vielen nicht als Kreisverkehr erkannt werde - was auch zu vielen Parksündern führe. Der Trossinger Bauhof wird deshalb zeitnah entsprechende Markierungen auf der Fahrbahn anbringen. „Markant und nicht zu übersehen“, fügt Kohler hinzu.

Übrigens: Komplett verschwunden ist das drehbare Halteverbotsschild an dieser Stelle, das im Frühjahr für Ärger gesorgt hatte. Weil es sich drehen ließ, gestatteten sich Anwohner einfach immer mal wieder selbst das Parken, indem sie das Schild umdrehten. Das sei laut Kohler möglich gewesen, weil es nur provisorisch in der Verankerung gesteckt hatte. Stattdessen soll ein neues Schild her.

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