Stadt erwischt Müllsünder

 Der fotografierte Müllberg ist vom vergangenen Wochenende - auch hier konnte die Stadtverwaltung den Verursacher ermitteln.
Der fotografierte Müllberg ist vom vergangenen Wochenende - auch hier konnte die Stadtverwaltung den Verursacher ermitteln. (Foto: Stadtverwaltung Trossingen)
Schwäbische.de

Ganz schön teuer ist es dieser Tage für einige Müllsünder in Trossingen geworden. Immer wieder werden Abfall, Sperrmüll und die Überbleibsel der heimischen Renovierung vor Glas- und Altkleidercontainern oder in der Natur illegal entsorgt. Doch das Trossinger Ordnungsamt ist mittlerweile ziemlich erfolgreich darin, die Verursacher zu ermitteln. Und auf die kommen dann durchaus Strafen von mehreren hundert Euro zu. Das berichtet die Stadtverwaltung Trossingen in einem Presseschreiben.

„Es ist einfach ärgerlich zu sehen, dass manche Menschen ihren Müll an beliebigen Plätzen ablegen und davon ausgehen, dass die Allgemeinheit sich um dessen Entsorgung kümmern wird“, sagt Bürgermeisterin Susanne Irion. Der Müll, besonders wenn er in der freien Natur landet, belastet die Umwelt und führt zu Kosten für die Kommune und damit für die Steuerzahler. Doch häufig sind Hinweise auf den Verursacher zu finden und der bekommt dann Post vom Ordnungsamt. „Die Müllsünder begehen eine Ordnungswidrigkeit und die verfolgen wir“, so Irion.

Für die Betroffenen kann es dann richtig teuer werden. Bußgelder zwischen 100 und 400 Euro sind keine Seltenheit, eher die Regel. Allein im Monat April wurden in Trossingen Bußgelder in Höhe von rund 1500 Euro verhängt. 

Unverständnis bei der Stadt

Da der Landkreis ein gut ausgebautes Entsorgungssystem für nahezu alle Abfälle hat, ist es besonders unverständlich, warum manche Menschen ihren Müll lieber mit viel Aufwand illegal wegwerfen, schreibt die Stadtverwaltung in der Mitteilung weiter. Wer zum Beispiel Möbel und Elektrogeräte entsorgen möchte, kann beim Landratsamt einen Termin für die Sperrmüllabfuhr anfordern. Zum vereinbarten Termin müssen die Gegenstände nur auf den Gehweg gestellt werden. „Der Aufwand ist deutlich geringer, als den Sperrmüll irgendwo selbst abzuladen und ein Bußgeld zu riskieren“, fasst Susanne Irion zusammen.

Auch für Farben, Lacke, Batterien, altes Frittierfett und andere Schadstoffe gibt es eine einfache und kostenlose Lösung. Regelmäßig ist das Schadstoffmobil des Landkreises unterwegs. An einem festgelegten Standort, der zuvor angekündigt wird, können die Bürger ihre Schadstoffe abgeben.

Für die Entsorgung von mineralischem Bauschutt steht die Deponie in Aldingen zur Verfügung, bei der Talheimer Deponie können unter anderem Altreifen, Restmüll, Holz von Gebäudeabrissen und anderer Renovierungsmüll abgegeben werden. Je nach Abfallsorte werden bei diesen Deponien Gebühren fällig, die aber sehr weit unter den Beträgen liegen, die bei einem Bußgeld zusammen kommen.

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