Sogar für Gehörbildung gibt es eine App

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 Einiges lernen konnten die Teilnehmer der Workshops.
Einiges lernen konnten die Teilnehmer der Workshops. (Foto: Julia Wetzel)
Julia Wetzel

Im Rahmen des Ateliertags und des Studieninformationstages der Musikhochschule Trossingen haben Interessierte einen Einblick in die Arbeit des Landeszentrums Musik-Design-Performance und den Studiengang Musikdesign bekommen können. Über den Tag verteilt gab es verschiedenste Angebote: Präsentationen, Informationsveranstaltungen, Vorträge (“Wird künstliche Intelligenz die Musik verändern?“), Konzerte, Autorenlesungen und mehrere Workshops lockten zahlreiche Besucher an.

War vor- und nachmittags eher die jüngere Generation vertreten, die sich für ein Studium an der Trossinger Musikhochschule interessiert, kamen abends alle Altersstufen zusammen: in Kooperation mit der Volkshochschule Tuttlingen hatte das Landeszentrum zwei Impulse namens „Klang-Apps“ und „Listen up“ (Entwicklung der Pop-Musik des 20. Jahrhunderts) organisiert.

Der erste Workshop drehte sich um die Aufnahme, Speicherung und Bearbeitung von Musik mit dem Smartphone oder Tablet - bereits in der Begrüßungsrunde zeigte sich, wie unterschiedlich die Teilnehmer mit dem Thema umgehen: Mancher Jugendlicher kannte und benutzte solche Apps bereits (und hatte sich damit sogar auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet), mancher Ältere, aber auch Jüngere besaß keinerlei Vorkenntnisse, und manche Mutter war ganz spontan mitgekommen - denn eines einte sie alle: Neugierde, was man mit den oft genug als Ablenkungsfaktor und Suchtmittel verschrienen Handys denn noch so alles Nützliche anfangen kann.

In der Begrüßung durch Prof. Philipp Ahner klang die enorme Vielzahl an solchen kostenfreien Musik-Apps und deren ebenso vielfältige Einsatzmöglichkeiten an, sodass demnächst aus seiner Feder eine Broschüre mit näheren Informationen zu einzelnen dieser Programme und Hinweise zur Verwendung im Instrumental- und Musikunterricht erhältlich sein wird.

„Eine Stunde Vorsprung“ zu allen Interessierten hatten die Schulmusikstudierenden (Gymnasiallehramt) im ersten Semester, denn diese hatten sich jeweils zu zweit eine Stunde lang mit einer Musik-App beschäftigt und stellten ihre Beobachtungen und Ergebnisse im Plenum vor. Alle hatten interessante Erfahrungen gesammelt, nur waren manche davon wortwörtlich „kurzweilig“ - denn „wir hatten noch nicht herausgefunden, wie man speichert…“, erzählte Xenia Schneider, Schulmusikerin im ersten Semester.

In Tischgruppen hatte danach jeder die Möglichkeit, die vorgestellten Apps näher kennenzulernen, Fragen zu stellen und einfach selbst auszuprobieren. So existieren Apps, mit denen sich sogar Gehörbildung alleine trainieren lässt - gut für die Prüfungsvorbereitung, wenn gerade kein Lehrer zur Hand ist. Vertreten waren zwei verschiedene Apps für diesen Zweck - und jede Tischgruppe machte sich für „ihre“ App stark: Caroline Weber war der Meinung, mit „Das absolute Gehör“ könne man „gut einsteigen“, doch die andere Gruppe meinte dasselbe zu ihrer untersuchten App.

Nachdem jeder jedes Programm im Detail kennenlernen konnte, war der Workshop zu Ende - aber damit sicher nicht die Beschäftigung der Teilnehmer mit den neu entdeckten „Klang-Apps“.

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