Senioren feiern die Fasnet

Lesedauer: 3 Min
Die „Trossinger Bet-Weiber“ nehmen die Zeitläufte aufs Korn.
Die „Trossinger Bet-Weiber“ nehmen die Zeitläufte aufs Korn. (Foto: Fotos: Silvia Müller)
Silvia Müller

Die Fasnetssaison ist in Trossingen gefühlt kürzer als in anderen Städten. Doch die wenigen Programmpunkte, die es dann doch gibt, die haben ihre treuen Fans. So auch die Seniorenfasnet der katholischen Kirche.

Schon die Begrüßung durch Kurt Diehm, im Stil einer Büttenrede, war launig. Er brachte die körperlichen Veränderungen, die mit dem Altern zusammen hängen, in einen lustigen Fasnetskontext und hatte so die ersten Lacher sicher.

Von einem chinesischen Festessen hörten die Gäste in einem Beitrag von Gisela Mayer, das Für und Wider des Heiratens besprachen Annemarie Thomma und Ingrid Vierley als Tante und Patenkind. Die „Trossinger Bet-Weiber“, Annemarie Thomma, Gisela Mayer, Ingrid Vierley, Barbara Vollmer und Kurt Diehm, nahmen die Zeichen der Zeit unter die Lupe. Ob nun die mangelnde Präsenz der Jugend in den Gottesdiensten, die Wünsche des Pfarrers, oder die Beschwerden von Kurt Diehm, allerlei Themen wurden scherzhaft besprochen und zu bekannten Melodien besungen.

Der Gatte genießt das Evangelisch-Sein

Ines Rabus kam als „Emma aus der Uhlandstraße“. Sie kam alleine, „mein Mann sitzt daheim und genießt sein Evangelisch-Sein“, erklärte sie den Gästen. Auch ihr Vortrag handelte von Veränderungen. Von den Wechseljahren nämlich, die sich bei den Männern in Form der Midlife-Crisis bemerkbar machen. An dem Punkt des Beitrages war Pfarrer Thomas Schmollinger an der Reihe. Sein Wunsch nach einem Cabrio wurde von der „Emma aus der Uhlandstraße“ ebenso durch den Kakao gezogen, wie seine Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio. Als „Fitness-Ökumene“ bezeichnete sie die Tatsache, dass Thomas Schmollinger auch seinen Kollegen Torsten Kramer mit seinen Bemühungen um ein Mehr an Fitness anstecken konnte.

Auch zwei Beiträge, die bereits am Samstag bei der Gemeindefasnet aufgeführt wurden, bekamen die Senioren zu sehen: Ilona Strizzi und Herbert Goebel gaben ihre „Fürbitten“ erneut zum Besten. Patricia Dorndorf, Andrea Naletilic, Sandra Heizmann und Valerie Loga traten erneut als „Die vier Witwen“ auf, die wieder zu haben sind. Bei Stimmungsmusik vom „Trio DiSaTo“, Kurt Diehm, Helmut Sachse und Lothar Thomma, sowie bei Tanzrunden im Walzertakt hatten die Gäste einen fröhlichen Nachmittag.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen