Senioren erfreuen sich an Musik aus der Romantik

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Schwäbische Zeitung

Bei der monatlichen „Musik zur Kaffeestunde“ des Fördervereins im Dr.-Karl-Hohner-Heim dürfen die Konzertbesucher eine große Bandbreite musikalischer Darbietungen erleben. Am Sonntag erfreuten Studierende der Musikhochschule die Senioren mit Musik aus der Romantik, so eine Pressemitteilung.

Der Baritonsänger Sebastian Schäfer aus der Gesangsklasse Prof. Andreas Reibenspies trug die spannende Ballade „Archibald Douglas“ vor, das dramatische Gedicht von Theodor Fontane, welches der „pommersche Balladenkönig“ Carl Loewe vertont hatte. Die Ballade schildert die unauslöschliche, zu jedem Opfer bereite Liebe des aus seinem Land verbannten Titelhelden Graf Archibald zu seiner schottischen Heimat, wodurch er schließlich auch seinen König versöhnen kann. Sebastian Schäfer verstand es meisterhaft, alle Strophen auswendig singend, mit klarer, kräftiger Stimme und großer Leidenschaft, die Dramatik dieses Ringens und Flehens des Grafen zum Ausdruck zu bringen. Auch der ihn begleitenden Pianistin Seunghyun Ku, Studierende bei Prof. Tomislav Baynov, gelang es hervorragend, diese Dramatik klanglich ausdrucksvoll darzustellen.

Nach dieser packenden Ballade durften die gebannt lauschenden Zuhörer eine ganz andere Klangwelt aus der Zeit der Romantik erleben, so die Mitteilung. Mit zwei Sätzen des Trios Opus 3 d-Moll für Klarinette, Violoncello und Klavier des österreichischen Komponisten Alexander von Zemlinsky erfreuten anschließend Sviatoslav Milash aus der Klarinettenklasse Prof. Chen Halevi, Felix Balbach aus der Violoncelloklasse Prof. Mario de Secondi und wiederum die Pianistin Seunghyun Ku in herrlichem Zusammenspiel die aufmerksamen Senioren. Staunend verfolgten diese die wunderbaren Klangfarben, welche die Künstler mit ihren Instrumenten erzeugten, und dabei die große dynamische Vielfalt und die teilweise schnellen Passagen und großen Sprünge mühelos bewältigten.

Die Zuhörer waren begeistert von den klaren, reinen Tönen des Klarinettisten, dem lebhaft vorgetragenen Spiel des Violoncellisten und dem auch hier meisterhaften Spiel der Pianistin. Sie brachten ihre Freude und Dankbarkeit durch ihren großen Beifall zum Ausdruck, so die Mitteilung.

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