Schüler diskutieren Klimakrise

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 Die Schüler mit Daniel Getzberger (Dritter von links) und Vitus Reiners sowie Beate Rosenzweig.
Die Schüler mit Daniel Getzberger (Dritter von links) und Vitus Reiners sowie Beate Rosenzweig. (Foto: Robin Möß)
Robin Möß

Klima- und Umweltschutz: Das ist das Thema, für das sich 17 Trossinger Gymnasiasten nun starkmachen wollen. Über drei Tage haben sie im Studienhaus Wiesneck in einem Programm des Landes Baden-Württemberg neue Erfahrungen über das Zusammenspiel von Klimawandel und Politik gesammelt und darüber diskutiert. Mit diesem Wissen sollen die Schüler nun ein eigenes Projekt zum Thema etablieren, um es dann bei der Urkundenverleihung in Stuttgart zu präsentieren. Begleitet wurden die Schüler von Gemeinschaftskunde-Lehrer Daniel Getzberger.

Es ist derzeit die Debatte schlechthin: Sind Schülerproteste gegen die aktuelle Klimapolitik richtig oder falsch? Sind Fahrverbote unverhältnismäßig oder doch legitim? Ist der menschengemachte Klimawandel überhaupt real? Drei Tage lang diskutierten Schüler darüber miteinander.

Unter fachkundiger Anleitung der Politikwissenschaftler Beate Rosenzweig und Vitus Reiners lernten die Schüler erste Fakten über den Klimawandel und sollten dann in Kleingruppen materialgestützt Präsentationen erstellen. Hier ging es um Ursachen, wie zum Beispiel der steigende Fleischkonsum, oder auch um Folgen, wohl am bekanntesten sind hierbei die Wetterextreme.

Um später in der Schule weitere Schüler zu begeistern, lernten die Schüler hierdurch gleich neue Methoden kennen, um ein Thema zu präsentieren: Als klassische Präsentation, aber auch in Form eines Quiz, einer Talkshow oder einer Demon-stration, vermittelten sich die Schüler gegenseitig ihre Ergebnisse.

Klimaschutz muss wirtschaftlich sein

Wie ungerecht eine Klimakonferenz enden kann, erfuhren die Schüler bei einem Rollenspiel. Russland, USA und China sind die wirtschaftlich denkenden Taktgeber, die Bewohner der Fidschi-Inseln, die sich um den steigenden Meeresspiegel sorgen, müssen größtenteils nach den Wirtschaftsinteressen der Großen tanzen. Die Schüler bemerkten schnell, wie einseitig diese Konferenz war und wo das Problem liegt: Am Ende siegten Wirtschaftswachstum und Profitgier, globale Disparitäten könnten sich verschärfen und zu Millionen von Klimaflüchtlingen führen.

Dass diesbezüglich das eigene Interesse auch der Schnitt ins eigene Fleisch sein könnte, interessiert die Wirtschaftsmächte nur wenig. Was am Ende bleibt ist die Erfahrung für die Schüler: „Wir nehmen etwas mit“, ist die Meinung von Maria Kirschning. „Es war interessant und inspirierend“, findet Felicitas Friedrich. Vitus Reiners hielt die Schüler für eine „nette Gruppe mit guter Diskussionskultur.“

Weitere Aktionen geplant

Nun gilt es, dass jeder einzelne etwas tut und ebenso die Schulgemeinschaft gemeinsam aktiv wird. In Planung sind ein neues Gremium, ein umweltschonendes Schulfest und weitere Aktionen, um zu zeigen, wie wichtig Klimaschutz ist und wie einfach er zum Teil sein kann. An der Umsetzung gilt es nun zu arbeiten.

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