Sanierung des Brenz-Kindergartens fast abgeschlossen

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Auch der Eingangsbereich des Kindergartens ist neu gestaltet worden. Nun ist das Gebäude barrierefrei erreichbar.
Auch der Eingangsbereich des Kindergartens ist neu gestaltet worden. Nun ist das Gebäude barrierefrei erreichbar. (Foto: Felker)
Simon Schneider

Mehrere Generationen in Trossingen verbinden ihre Kindheitserinnerungen mit dem Johannes-Brenz Kindergarten. Seit 1956 ist die Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinde Trossingen in Betrieb. Damit das auch weiterhin so bleibt, wird der Kindergarten derzeit saniert und soll ab dem kommenden Kindergartenjahr wieder zur Verfügung stehen.

„Es ist die erste Sanierung seit 28 Jahren“, erinnert sich Joachim Winter von der evangelischen Kirchenpflege Trossingen. Die dafür notwendigen Arbeiten laufen seit Dezember vergangenen Jahres und hätten eigentlich bereits im September starten sollen. Die Kinder seien deshalb bereits im August in die ehemalige Cafeteria des alten Dr.-Karl-Hohner-Heims in der Händelstraße umgezogen. Da keine Handwerker zur Verfügung standen, starteten die Arbeiten aber erst im Dezember und befinden sich derzeit auf der Zielgeraden.

„Der Außenbereich um den neuen Eingang ist noch in Arbeit“, teilt uns Winter mit. Die Neugestaltung des Eingangsbereichs sei ein Sanierungsschwerpunkt gewesen. Dort werde künftig ein Windfang zu finden sein. Der Vorteil damit: Beim Öffnen der Eingangstür wird künftig der Flur vor Kälteeinfall bestmöglich geschützt. Die Verglasung des Windfangs stehe noch aus.

Die Arbeiten im Gebäude seien dagegen weitestgehend fertig. In den vergangenen Monaten ist viel passiert – und das war auch wichtig. „Grund für die Sanierung war die Umsetzung aktueller Sicherheitsbestimmungen in den Bereichen Brandschutz inklusive eines kompletten Austausches der Elektroinstallation und Arbeitssicherheit mit dem Schwerpunkt Schallschutz“, erklärte der Kirchenpfleger.

Konkret bedeutet die Sanierung der Austausch der Stromleitungen und die Anbringung neuer Beleuchtung. Teilweise werden auch neue Fenster installiert, genauso ein Raumteiler in der Küche. Außerdem erhält der Johannes-Brenz-Kindergarten einen Notausgang im Untergeschoss im Keller, sowie einen weiteren Notausgang im Obergeschoss, wo sich das Büro befindet. Das Untergeschoss erhält zudem einen neuen Bodenbelag.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen laut Joachim Winter die Sanierungsarbeiten in der Christophstraße Ende Juli abgeschlossen sein. Die Coronakrise habe die Maßnahme nicht beeinflusst. Somit können ab September zum neuen Kindergartenjahr die Kinder und Erzieher die Räumlichkeiten wieder vollständig nutzen und von den Neuinstallationen profitieren. Denn: Durch die Sanierung soll nicht nur der Flur wärmer sein, sondern es werde auch mehr Platz im Eingangsbereich vorhanden sein.

Insgesamt sollen die Räume auch durch die bessere Ausleuchtung heller sein. Außerdem trage der verbesserte Schallschutz zu einer Optimierung im Alltag einer Kindertagesstätte bei und auch die Sicherheit bei einem möglichen Brand sei durch die Sanierung höher. Hinzu komme ein Raum für Elterngespräche.

Wie auch zuvor, können zwei Gruppen mit jeweils 20 Kindern im Kindergarten untergebracht sein, die von insgesamt fünf Erzieherinnen betreut werden. Natürlich werden sich auch hier die Corona-Regeln bemerkbar machen.

Kindergartenleiterin Martina Rupp ist mit Blick auf Modernisierung positiv gestimmt: „Wir Erzieherinnen und die Kinder freuen uns, dass es nun sichtbar in großen Schritten dem Ende des Umbaus zugeht und dass wir schon bald unser frisch renoviertes altes Zuhause wieder für uns nutzen können“.

Die Sanierungsarbeiten sollen im Rahmen bleiben: „Die Kosten sind mit 368 050 Euro veranschlagt und werden aus heutiger Sicht auch eingehalten“, betonte Winter. Damit dürfte dem Einzug in den frisch sanierten Johannes-Brenz Kindergarten nichts mehr im Wege stehen.

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