Rumänische Beratungsstelle mit 100 000 Euro gefördert

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Rodica Hermann
Rodica Hermann (Foto: Stadt)
Schwäbische Zeitung

Die Rumänische Beratungsstelle des Trossinger Stadtjugendreferats wird mit 100 000 Euro aus dem Programm „Nichtinvestive Städtebauförderung“ des Landes gefördert.

Die Servicestelle zur Integration rumänischer Einwohner bietet Beratungen und Informationen unter anderem zu den Themen Arbeitssuche, gesundheitliche Versorgung und Schule erfolgen. Zudem sollen im Neubau des Jugendhauses Bildungs- und Freizeitangebote zur besseren Integration geschaffen werden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf sagte: „Ich weiß um die gewaltige Integrationsaufgabe, die Trossingen mit seinen rumänischen Einwohnerinnen und Einwohnern zu bewältigen hat, und kann die Anstrengungen der Stadt nur loben. Ich freue mich, dass das Land nun ein gutes Projekt mit einer ordentlichen Summe fördert.“

Beratungsstelle wird gut angenommen

Bei der Stadt freut man sich jedenfalls, dass der Zuschussantrag bewilligt wurde. Im März diesen Jahres hat Rodica Hermann in der Beratungsstele ihre Arbeit aufgenommen. Diese ist beim Stadtjugendreferat angegliedert und befindet sich in der alten Bücherei im Rathaus. Sie soll der Vermittlung zwischen rumänischen Neubürgern und Verwaltung, Schulen, Kindergärten und Jugendarbeit dienen. „Das Angebot wird gut angenommen“, sagt Trossingens Hauptamtsleiter Dieter Kohler, „deshalb können wir die Förderung gut gebrauchen. Wir schauen jetzt, was wir damit projektbezogen machen können.

Das Wirtschaftsministerium fördert in diesem Jahr im Rahmen des nichtinvestiven Städtebauförderungsprogramms 14 Einzelprojekte. 14 Kommunen erhalten insgesamt rund 845.000 Euro. Gefördert werden nichtinvestive Projekte, die insbesondere dazu beitragen, Kinder und Jugendliche in der Freizeit zu betreuen, Migrantinnen und Migranten zu integrieren und das Stadtteilimage zu verbessern. Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, die Teilhabe von älteren Menschen am Leben im Quartier oder eine bedarfsgerechte Nahversorgung werden unterstützt.

Die Fördermittel erhalten die Städte und Gemeinden. Sie können unter anderem für ein Quartiersmanagement oder einen Verfügungsfonds verwendet werden, bei dem die Bewohner selbst über den Einsatz entscheiden.

Die Kommunen müssen in der Regel rund 40 Prozent selbst zu den Kosten beitragen. Für ein Sanierungsgebiet können innerhalb von fünf Jahren maximal 100 000 Euro bewilligt werden.

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