Restlaufzeit: gute sieben Jahre

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 Martin Häffner mit der Tilgungssäule: 25 Prozent der Umzugsschulden sind schon abbezahlt.
Martin Häffner mit der Tilgungssäule: 25 Prozent der Umzugsschulden sind schon abbezahlt. (Foto: Sabine Felker)
Schwäbische Zeitung

Schulden hat niemand gerne, auch nicht das Deutsche Harmonikamuseum. Deshalb kämpft Museumsleiter Martin Häffner nun einmal mehr darum, Spendengelder zu requirieren. Am Samstag, 6. Oktober, gibt es ein Benefizkonzert im Kesselhaus mit „Late Passion“. Häffners großes Ziel ist es, durch Sondertilgungen die Kredite bis zu seiner Rente abzulösen. Ein Tilgungsbarometer soll dabei helfen.

„Man muss sich ja was einfallen lassen“, sagt Martin Häffner mit Blick auf die Plexiglassäule und lacht. Auch wenn er die Kredite gerne so schnell wie möglich tilgen möchte, in finanziellen Schwierigkeiten steckt das Museum nicht. „Wir mussten für die Renovierung und die Neueinrichtung der Räume im Bau V Geld bei der Bank aufnehmen“, sagt er. Rund 80 000 Euro waren dafür 2016 nötig. „Die Kredite laufen noch siebeneinhalb Jahre, aber ich will früher damit fertig werden“, zeigt sich Häffner ehrgeizig.

Das Tilgungsbarometer zeigt: 25 Prozent sind bereits abgezahlt, entsprechend sind noch 75 Prozent zu tilgen. „Mir gefällt es, wenn man sieht, wie die Schulden weniger werden“, sagt der Museumsleiter. „Deshalb haben wir das Tilgungsbarometer angeschafft.“

Eine weitere Schippe grünen Sand, also möglichst viele Spendengelder, soll das Benefizkonzert am Samstag, 6. Oktober, im Kesselhaus bringen. Ab 20 Uhr spielt dort „Late Passion“. „Jede Menge Pop- und Rock-Oldies – zum Tanzen, Zuhören und Schwoofen“, verspricht Häffner.

Der musikalische Abend kommt auf Vermittlung der Trossingerin Claudia Anton zustande. Sie zählt zu den Ehrenamtlichen des Harmonikamuseums und ist gleichzeitig seit über vier Jahren Mitglied (Blues Mundharmonika, Gesang und Perkussion) der Popgruppe „Late Passion“, deren männliche Musiker Elmar Buck, Herbert Frantzen und Bernd Sutter aus dem Bodensee-Raum kommen. Zweite Frau in der Runde ist Britta Gabrian aus Wilflingen.

Das Repertoire der selbsternannten Oldie-Band umfasst über 200 Songs und reicht dabei von internationalen Hits aus Pop, Rock und Country bis hin zum Schlager. „Natürlich scheuen wir auch vor neueren musikalischen Knallern nicht zurück“, versprechen die Musiker.

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