Nicht jedes Projekt gelingt, aber die allermeisten

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 Eine eigene Decke ist wie ein kleiner Schatz. Diese Frauen und Kinder in Uganda wissen die Hilfe sehr zu schätzen.
Eine eigene Decke ist wie ein kleiner Schatz. Diese Frauen und Kinder in Uganda wissen die Hilfe sehr zu schätzen. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Sie führen ein Leben voller Armut, wohl wissend, dass es in anderen Teilen der Welt Nahrung im Überfluss, medizinische Versorgung für alle und noch viel mehr gibt. Die Menschen des uganischen Dorfs Kanyamukare arbeiten hart dafür, über die Runden zu kommen. Der Trossinger Verein Ich helfe Dir unterstützt die Menschen, vor Ort ist der einheimische Pfarrer Silvanus für das Projekt verantwortlich.

„Mit den Spendengeldern der Aktion 'Helfen bringt Freude’ haben wir wieder einiges erreichen können“, sagt Claudia Mauch vom Vorstandsteam des Vereins Ich helfe Dir. „Wir haben eine große Zahl von Decken gekauft, denn noch immer schlafen viele Menschen dort auf dem blanken Boden und das, obwohl es dort nachts empfindlich kalt wird.“

Hilfe zur Selbsthilfe will der Verein leisten und hat deshalb mehrere Projekte in Kanyamukare schon auf die Beine gestellt. So betreibt er einen Kindergarten, wo die Jungen und Mädchen eine warme Mahlzeit im Tag bekommen, eine Schule, um den Kindern den Zugang zur Bildung zur ermöglichen, eine Schweinezucht, eine Frauengruppe und eine Krankenstation. „Die Projekte können sich finanziell nicht selbst tragen, aber das ist für uns in Ordnung“, so Mauch. Wichtig sei es, dass möglichst viele Kinder den Kindergarten und die Schule besuchen könnten, um später beruflich Fußfassen zu können.

Doch auch mit Rückschlägen müssen die Vereinsmitglieder und Aktiven vor Ort umgehen. Eigentlich sollte eine Hühnerzucht dazu beitragen, die Menschen mit Eiern zu versorgen und ihren sehr kargen Speiseplan zu bereichern. Doch nach einem guten Start erkrankte ein Großteil der Hühner und auch der Rest musste wegen Ansteckungsgefahr geschlachtet werden. „Das war ein harter Schlag für das Projekt“, sagt Mauch, die sich trotzdem optimistisch zeigt. „Die Hühnerzucht lassen wir jetzt ruhen und konzentrieren uns auf die Projekte, die gut laufen.“ Und das sind einige. Denn die Krankenstation zum Beispiel wird nun um eine Entbindungsstation erweitert. „Es ist ungemein wichtig, dass Mütter eine qualifizierte Hilfe bei der Geburt, aber auch danach zur Seite haben“, so Mauch.

Die Aufgabenfelder gehen dem Verein nicht aus. Der Andrang auf die Schule ist nach wie vor groß, auch auf den Kindergarten: „Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen“, so die Trossingerin weiter.

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