Neue Professorin stellt sich in Antrittskonzert vor

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 Sonja Lena Schmid.
Sonja Lena Schmid. (Foto: Musikhochschule)
Schwäbische Zeitung

Die international renommierte Cellistin Sonja Lena Schmid ist seit vergangenem Semester die neue Professorin für Digitale Performance und Ensemble am Landeszentrum Musik-Design-Performance der Trossinger Musikhochschule. Am Dienstag, 19. November, 19.30 Uhr stellt sie sich in ihrem offiziellen Antrittskonzert im Konzertsaal der Hochschule vor und gibt unter der Überschrift „cello/multiples“ gemeinsam mit hochkarätigen Gästen Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Der Eintritt ist frei.

In ihrem Antrittskonzert spannt die laut Pressemitteilung vielseitige Künstlerin einen Bogen von aktuellen, in enger Zusammenarbeit mit der Cellistin entstandenen Kompositionen über Duos bis hin zur Ensemble-Karaoke gemeinsam mit Studierenden. So treffen traditionelle akustische Klänge auf Elektronik, Klang auf Bewegung, instrumentale Virtuosität auf ein Rudel heulender Wölfe. Es erklingen Werke von Leopold Hurt, Pedro González Fernandez, Sarah Nemtsov, Martin Jaggi und Yannis Kyriakides. Gemeinsam mit der neuen Professorin stehen Leopold Hurt vom „Decoder-Ensemble“ (Alt-, Bass- und E-Zither) und das studentische Open Source Ensemble des Landeszentrums sowie Klangregisseur Maximiliano Estudies auf der Bühne.

Sonja Lena Schmid studierte Cello und Kammermusik in Hamburg, Amsterdam, Den Haag und Lübeck und ist als Cellistin und Performerin international aktiv, so seit 2012 mit dem Decoder Ensemble für aktuelle Musik, mit dem sie die Konzertreihe „Unterdeck“ in der Hamburger Elbphilharmonie gestaltet und von 2008 bis 2019 mit dem weltweit erfolgreichen Quartett „Salut Salon“ (ECHO Klassik 2016 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“). Die Cellistin brennt sowohl für die „klassische“ Ensemblearbeit als auch für szenische und interdisziplinäre Projekte und ist mit der klassischen (Kammer-)musik ebenso vertraut wie mit den neuesten Strömungen aktueller Musik. Als Solistin und Kammermusikerin hat sie mehr als 60 Werke uraufgeführt. Dabei liegt ihr Fokus laut Mitteilung auf Stücken, „die an die Interpretin besondere physische, performative oder auch stimmliche Anforderungen stellen“, und die meist in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten entstehen.

Über ihre Ensemble-Arbeit an der Trossinger Musikhochschule sagt Sonja Lena Schmid: „Ich finde die musikalische Arbeit in kleinen Gruppen das Schönste überhaupt: Ensemblegeist, Spielfreude, aufeinander hören, flexibel agieren, Körpersprache, das sind erst Mal Dinge, die unabhängig von der Stilrichtung wichtig sind. Ich bin gespannt, was die Studierenden mitbringen und möchte sie ermutigen, auch etwas schräg erscheinende Konzepte und Besetzungen auszuprobieren – es gibt richtig gute Stücke mit offenen Partituren, die in jeder erdenklichen Kombination machbar sind.“ In ihrem Antrittskonzert will sie davon viele verschiedene Kostprobe geben.

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