Mit dem Picknick-Korb zum Open-Air-Konzert

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 In der Troase steigt am 8. August ein Open-Air-Konzert.
In der Troase steigt am 8. August ein Open-Air-Konzert. (Foto: Saloniker)
Schwäbische Zeitung

Vergangenes Jahr hat den Stuttgarter Salonikern das Wetter gleich dreimal einen Strich durch die Rechnung gemacht, dieses Jahr versuchen sie es nochmal: Am Donnerstag, 8. August, ist um 19 Uhr Wassermusik in der Troase zu hören.

Patrik Siben und seine Saloniker spielten 2017 erstmals in der Troase. Dem Open-Air können die Besucher auch diesmal beim Picknick auf der Wiese lauschen. Die Saloniker spielen Wassermusiken und Gondellieder von Barock bis zur Moderne.

Das Konzert gliedert sich in drei Teile mit zwei Pausen. Mit Funiculi-Funicula wird in italienischer Feststimmung das Konzert eingeläutet.

In der ersten Konzerthälfte spielen die Saloniker venezianische Gondellieder von Mendelssohn, Leoncavallo und Amadei, der See mutiert zur adriatischen Lagune. Mit den mondän-melancholischen Walzern „Sur la plage“ und „Barcarole“ von Emile Waldteufel entsteht eine Stimmung wie in einem Fin-de-siécle-Strandbad. Aufregender Höhepunkt ist die Ouverture zur romantischen Oper „Die Matrosen“. Hier fängt Friedrich von Flotow auf naturalistische Art unterschiedlichste Stimmungen des Ozeans ein und setzt sie in Beziehung zu den Stimmungen der Seefahrer.

In der Pause inspizieren die Musiker die Picknickkörbe und stärken sich für die nächste Runde.

In der zweiten Konzerthälfte lassen sich die Saloniker zu Klängen der Wassermusik nur so treiben. „Dolce vita“ und „Far Niente“ greift um sich. Das einzigartige Werk barocker Unterhaltungsmusik von G. F. Händel bekommt im Saloniker-Sound wieder seine ursprüngliche Bedeutung der meisterlichen Entspannung.

Der dritte Teil ist das ausgedehnte Finale des Abends. Die intimen Klänge der sinfonischen Konzert-Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy erklingen, dazu „Eine Nacht in Venedig“, italienische Opernkunst des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß. Zum Schluss soll noch Schwanensee von Peter Tschaikowsky die Stimmung überhöhen. Und um Zugaben sind die Saloniker nie verlegen.

Das Konzert kann auch vom Wasser aus genossen werden. Das Publikum wird gebeten, Decken und ausreichend gefüllte Picknickkörbe mitzubringen. Für Picknickmuffel steht der „Naturbad-Kiosk“ bereit.

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