Kunterbunt und kurzweilig

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Zahlreiche Schüler wirkten beim Konzert mit.
Zahlreiche Schüler wirkten beim Konzert mit. (Foto: Robin Möss)
Schwäbische Zeitung
Anne Magdalena Wejwer

Beim Musikprofilkonzert des Trossinger Gymnasiums haben Schüler und Lehrer am Dienstagabend dem zahlreich erschienenen Publikum im Konzerthaus die Ergebnisse ihrer intensiven musikalischen Arbeit vorgestellt.

Der Abend begann mit den Bläserklassen 5 und 6 unter der Leitung von Corinna Baumgarten und Patrick Egge. Auch wenn es für einige Schüler das erste Musikprofilkonzert überhaupt war, sprang die Begeisterung der Schüler sofort aufs Publikum über. Während die Musikzugklasse 5 das Konzerthaus mit „Crazy Frog“ zum grooven brachte, wurde es mit den Musikzugklassen 6 und 7 etwas ruhiger und nachdenklicher: Ihr Lehrer Wilfrid Striker wird zum Schuljahresende in den Ruhestand verabschiedet und wählte sein persönliches Rückblicks- und Abschiedsprogramm.

Zu den ausgewählten Abends- und Abschiedsliedern gehörten natürlich „Der Mond ist aufgegangen“ und der „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck, ebenso wie „Memory“ von Andrew Lloyd Webber. Zudem sangen sie ein Stück aus der Renaissance, das „die Schüler sich nicht selbst ausgesucht hätten.“, wie Striker schmunzelnd einräumte. Aber die Klasse tat ihm den Gefallen und sang das Stück aus dem 16. Jahrhundert trotzdem. Zwischen den einzelnen Liedern sorgte dabei insbesondere die sehr persönliche und überaus humorvolle Moderation von Wilfrid Striker für große Erheiterung im Publikum.

Solostück für Schreibmaschine und Orchester

Den zweiten Teil des Konzertes bestritten die Schüler der Musikprofilklassen 8, 9 und 10 sowie der Jahrgangsstufe I. Unter der Leitung von Tanja Staudenmaier zeigte sich die achte Klasse stilsicher in Musical und Gospel und holte unter anderem die Atmosphäre der „West Side Story“ ins Trossinger Konzerthaus. Auch wenn die instrumentale Besetzung der einzelnen Ensembles durchaus abwechslungsreich war, für eine besondere Überraschung sorgte die Klasse 9 unter der Leitung von Annette Besch-Kaufmann: Im Stück „The Typewriter“ von Leroy Anderson wurde eine alte Schreibmaschine zum Soloinstrument. Nach den ebenfalls instrumental dargebotenen Auszügen aus dem „Karneval der Tiere“, zeigten die Schüler, dass sie nicht nur Instrumente spielen, sondern auch singen können. Die Klasse 9 und die Jahrgangsstufe I sangen zwei Stücke gemeinsam. Anschließend sangen die sechs Schüler der Jahrgangsstufe I unter der Leitung von Melanie Faitsch noch ein weiteres Stück alleine.

Das Recht, den Schluss des Konzertes gestalten zu dürfen, hatte Wilfrid Striker mit seiner 10. Klasse. Dazu hatte sich Striker das „Air“ von Bach als „populäre Musik vom allerfeinsten“ gewünscht. Danach setzte er sich musikalisch mit seiner Dienstzeit auseinander: Mit zwei Sprechstücken des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara fand er die Antwort auf die Frage, was er in den dreißig Jahren in Trossingen geschafft hatte: Genug.

Auch wenn man den begeisterten Schülern und ihren motivierten Lehrern ansehen konnte, dass dieses Konzert noch ewig hätte weiter gehen können, führte Striker das Konzert nach dem „Contrapunto bestiale“ zum Abschluss und setzte auch mit dem letzten Stück noch eine persönliche Note. Das Musikprofilkonzert endete heiter und beschwingt mit Antonin Dvoraks „Humoreske“ - und jeder Menge Applaus.

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